Wildeshausen - „Bronze, Silber und Gold“ sang Wolfgang Petry Mitte der 90er Jahre in einem seiner erfolgreichen deutschen Pop-Schlager. Zu jener Zeit waren die meisten Tänzerinnen des SC Wildeshausen, die am Wochenende beim Deutschland Cup DTB-Dance in Bochum antraten, noch nicht einmal geboren. Und trotzdem passte der Song optimal auf die drei Tanzgruppen, denn mit Bronze, Silber und Gold brachten sie einen kompletten Medaillensatz mit in die Kreisstadt. „Ein überragendes Ergebnis“, freute sich Tatjana Kasper, die sowohl als Tänzerin als auch Trainerin mit dabei war.
Bereits früh morgens hatte sich der Tross auf den Weg nach Bochum gemacht, wo der Linden Dahlhauser TV den Deutschland Cup in der Kategorie Kleingruppe ausrichtete. Schon zu Beginn war die Aufregung groß, nach dem feierlichen Einmarsch wurde der Wettkampf mit dem Einspielen der Nationalhymne eröffnet. In der Altersklasse 25+ gingen Sarah Beckmann, Nhi Nguyen und Tatjana Kasper als Movera mit ihrer Choreographie zum Titel „Feeling Good“, die gemeinsam mit Anneke von der Ecken erarbeitet worden war, ins Rennen. Der jazzige Auftritt gefiel sowohl dem Publikum als auch der Jury – mit 30,100 Punkten landete Movera hinter dem erfolgreichen Titelverteidiger TuS Jahn Mönchengladbach (36,100) und TuS Meinerzhagen (30,133) wie schon im Vorjahr auf Platz drei.
Bei den Jüngsten (11-15) hatte sich Milagro als Titelverteidiger natürlich einiges vorgenommen. Von der anfänglichen Nervosität war auf der Tanzfläche nichts mehr zu sehen. „Sie zeigten sowohl im ersten als auch im zweiten Durchgang sehr saubere und synchrone Darbietungen“, freuten sich die Trainerinnen Hannah Kayser und Paula Schmidt. Mit ihrer Choreographie zum Titel „For my Help“ gelang es Lu Kröger, Michelle Herbst, Sofia Wendeln Fernandez und Lisa Rein am Ende tatsächlich, den Titel auch in diesem Jahr nach Wildeshausen zu holen. Mit 35,567 Punkten lag Milagro vor den Gruppen des TuS Meinerzhagen (34,767) sowie DJK Mainaschaff und TV Lahr (beide 31,933).
In der mit 14 Teams am stärksten besetzten Konkurrenz (15+) startete Maravilo mit Teresa Hauth, Lotte Schaa, Kati Tavcar, Paula Schmidt und Merle Stolle als Ersatz. Sie boten einen Tanz zum Titel „K.O.“ „Sie konnten sich gegenüber dem Vorjahr deutlich steigern“, bilanzierten die Trainerinnen Hannah Kayser und Paula Schmidt. Bei der Siegerehrung waren die Jubelschreie im Wildeshauser Lager groß, und es flossen sogar Freudentränen: Mit 36,833 Punkten gewann Maravilo hauchdünn hinter dem TuS Meinerzhagen und vor dem Oldenburger TB (35,467) die Silbermedaille.
