Bad Zwischenahn - Viel Tatkraft hob Vorsitzender Klaas Düring auf der Jahreshauptversammlung des Vereins für Heimatpflege am Dienstagabend im voll besetzten Saal des „Junker van der Spekken“ hervor: Aktiv tätig sei der 508 Mitglieder zählende Verein unter anderem im Aufsichtsrat der Bad Zwischenahn Touristik, am Runden Tisch sowie im Projekt „100 Jahre Bad Zwischenahn“.
Viel Tatkraft ist auch bei einem Großprojekt des Vereins gefragt: Beim Herrichten des Scholjegerdes-Hofes, den der Verein 2012 als Schenkung erhalten hat, sei eine hohe Eigenleistung erforderlich, so Düring. Er rief die Mitglieder zu einem Arbeitseinsatz am Sonnabend, 4. Juni, um 9 Uhr an der Oldenburger Straße auf. „Wi köönt jede Hand wunnerbar bruken; jeder is us willkomen“, betonte er.
Eine ausführliche Chronik über Entstehung und Entwicklung des Hofes stellt Klaus Harms zusammen. Erste Dokumente weisen auf das Jahr 1681 hin. Sein Urgroßvater Eilers Scholjegerdes habe das Haus gekauft, das 1777 dann umgebaut und im Jahre 1923 vergrößert worden sei, berichtete Harms.
Es sei für Bad Zwischenahn gut, einen Verein zu haben, der die kulturelle Erbschaft pflegt, für die künftige Generation erhält und weitergibt, hob Bürgermeister Dr. Arno Schilling hervor. Auch sei es lobenswert, dass sich der Verein dem Ausbau des Scholjegerdes-Hofes stelle, ein „Vorzeigeobjekt für die Gemeinde, das jedem Gast ins Auge fallen wird“.
Aber auch noch andere Pnukte gab es zu besprechen: Der Eintritt für das Bauernhaus habe, so Düring, moderat angehoben werden müssen. So könnten die durch Einführung des Mindestlohnes mit den dazu erforderlichen Mehrarbeiten entstandene höhere Verluste teilweise aufgefangen werden. Die Erhöhung stieß auf vereinzelte Kritik der Mitglieder.
„Es geht ein wenig bergauf“, berichteten Wiebke Gertje, Rita Schreiber und Beate Lüttmann von der Mitgliederentwicklung in Küken-, Kinder- und Jugendtanzgruppen. Auftritte am „Tag der Niedersachsen“ zählten zu den Höhepunkten des vergangenen Jahres.
„De Spälköppel“ plane in diesem Jahr wieder 24 Vorstellungen im Bauernhaus, so Spälbaas Klaas Düring. Gespielt werde das von Alma Rogge verfasste Lustspiel „De Vergantschoster“, das im Jahre 1921 im Bauerhaus uraufgeführt wurde. Für das plattdeutsche Theater konnten mit Hildburg Schreyer und Herbert Lücking wieder „alte Bekannte“ gewonnen werden, freute sich Düring.
