Oldenburg - Zum Auftakt der neuen Saison in der 2. Tennis-Bundesliga kommt es an diesem Sonntag um 11 Uhr am Johann-Justus-Weg zum Derby zwischen dem Oldenburger Tennisverein (OTeV) und dem Bremer TC. In der vergangenen Saison sicherte sich der OTeV durch einen 9:0-Sieg gegen die Bremer vorzeitig den Klassenerhalt. Bremen beendete die Saison auf Platz vier.
Neun Teams in der Liga
„Es wäre vermessen, zu sagen, dass wir Favorit sind, weil wir im letzten Jahr 9:0 gewonnen haben“, sagt Oldenburgs Spielertrainer Michel Dornbusch: „Wenn es regnet und es in die Halle geht, haben wir relativ gute Chancen. Denn vielleicht kommt Bremen mit sechs ausländischen Spielern, die unerfahren auf dem Belag sind, auf dem wir schon seit Ewigkeiten spielen.“
Nach dem Auftakt am Sonntag folgen in der neun Teams zählenden Liga noch drei weitere Heimspiele gegen die Bundesliga-Absteiger Kölner THC (22. Juli) und TuS Sennelager (5. August) sowie gegen Rot-Weiß Berlin (31. Juli). Sein erstes Auswärtsspiel bestreitet der OTeV am Freitag, 15. Juli, beim Vorjahreszweiten TP Versmold, bevor es dann zu BW Aachen (17. Juli) geht. In ihren beiden letzten Auswärtsspielen sind die Oldenburger bei den beiden Aufsteigern THC Brühl (24. Juli) und SCC Berlin (7. August) zu Gast.
„Meisterschaftsfavorit ist auf jeden Fall Erstliga-Absteiger Köln. Die haben eine bombenstarke Liste und werden gar nicht schlecht auflaufen können. Dann ist auch Versmold noch stark einzuschätzen, die waren im Vorjahr schon relativ dicht dran“, sagt Dornbusch. Mit seinem Team hat er das Ziel, den Klassenerhalt möglichst früh perfekt zu machen: „Wir haben ein bisschen den Nachteil, dass die Leute wissen, dass sie uns schlagen müssen, wenn sie drinbleiben wollen. Von daher werden viele gegen uns mit einer etwas stärkeren Mannschaft auflaufen. Aber das war im letzten Jahr auch schon so.“
Drei Neue im Team
Nach dem Abgang von Topspieler Stefan Seifert bilden nun Dornbusch, Lasse Muscheites, Mattis Wetzel, Florian Barth sowie Alexander Meyer den Kern des Teams. Bei Bedarf stehen in dem Niederländer Niels Visker und dem Franzosen Gleb Sakharov auch wieder zwei alte Bekannte zu Verfügung. Komplett neu im Team sind dagegen der Brite Jack Findel-Hawkins, der Franzose Alexandre Reco sowie der Niederländer Dax Donders. Damit ist der OTeV neben dem SCC Berlin eines von nur zwei Teams, die hauptsächlich auf einheimische Spieler setzen. Das könnte sich in den kommenden Wochen als Vorteil herausstellen. „Ich bin gespannt, wie das in den nächsten Wochen auf den Flughäfen, aber auch mit Corona sein wird“, sagt Dornbusch: „Es sind jetzt schon erste Flüge der ausländischen Spieler abgesagt worden. Da sehe ich noch Gefahrenpotential für die anderen Teams.“
