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Start in den Regionalliga-Sommer am 6. Mai Herren 40 der Jade-Tennis-Gesellschaft peilen Finale um den Titel an

Den letzten Feinschliff vor dem Saisonstart holten sich jetzt (von links) Thomas Stolte, Neuzugang Alexander Kranz, Mirko Bathelt, Arnd Grefe und der verletzte Christian Bathelt beim Trainingslager in Arnsberg.

Den letzten Feinschliff vor dem Saisonstart holten sich jetzt (von links) Thomas Stolte, Neuzugang Alexander Kranz, Mirko Bathelt, Arnd Grefe und der verletzte Christian Bathelt beim Trainingslager in Arnsberg.

Privat

Wilhelmshaven - Seit ihrem Abstieg aus der Herren-30-Bundesliga 2018 und dem „Aufstieg“ in die Altersklasse 40 kämpfen die Herren der Jade-Tennis-Gesellschaft (JTG) in der Regionalliga um die Nordostdeutsche Meisterschaft. Bislang vergeblich, weil das Team um Kapitän Mirko Bathelt regelmäßig gegen den TC Charlottenburg den Kürzeren zog und sich einmal (2020) auch noch der TC Altersquelle dazwischen mogelte.

Kiefer und Phau sind nicht gemeldet

„Nun sind die Chancen gestiegen – zumindest auf dem Papier“, sagt Christian Bathelt von der JTG. „Charlottenburg hat zwar wieder gemeldet, investiert sein Geld in diesem Sommer aber eher in die Herren 50. Heißt: Ehemalige Weltklasse-Spieler wie Björn Phau oder Nicolas Kiefer fehlen im Aufgebot. Trotzdem kann sich der mit vielen früheren deutschen Bundesliga-Spielern gespickte Kader aber immer noch sehr gut sehen lassen.“

Bei einem Trainingslager in Arnsberg (Sauerland) – beim Heimatverein von Mathias Gerke, der „nur“ im Winter für die Jadestädter aufschlägt und sich zeitgleich mit seiner Sommer-Crew in Andalusien aufhielt – holte sich der JTG-Kader jetzt den letzten Schliff vor der neuen Sommerrunde, die für Bathelt & Co. am kommenden Samstag, 6. Mai (ab 13 Uhr, Freiligrathstraße) mit dem Heimspiel gegen den SV Reinickendorf (Berlin) beginnt.

Gruppensieger hat im Finale Heimrecht

Weitere Gegner der Jadestädter in der Gruppe 2 sind der Winterhude-Eppendorfer TV, der DTV Hannover und TC Tiergarten Berlin. In der Parallel-Gruppe trifft der TC Charlottenburg auf Alsterquelle, Osnabrück, den THC von Horn und Hamm und Victoria Hamburg. Die Sieger beider Konkurrenzen treffen am 1. Juli im Endspiel um die Nordostdeutsche Meisterschaft aufeinander. Heimrecht genießt der Erste der Gruppe 2.

„Wir haben fleißig trainiert, aber auch die ein oder andere teambildende Maßnahme sowie einige Wellness-Einheiten absolviert“, berichtet Christian Bathelt, der die Sommerrunde 2023 nach seinem Achillessehnenriss im Winter verletzungsbedingt verpassen wird. „Die Bedingungen in Arnsberg waren optimal. Schade nur, dass der erkrankte Marc Senkbeil das Trainingslager verpasst hat. Aber in der Saison können wir weiter auf ihn zählen.“

Alexander Kranz neu im Aufgebot

Freunde des Tennissports werden sich an ein neues Gesicht gewöhnen müssen: Der 41-jährige Polizeibeamte Alexander Kranz aus Bremen schlug zuletzt für den TC Nikolausdorf Garrel auf und hatte sich im Frühjahr bei der JTG „beworben“. Bathelt: „Wir freuen uns über diese Verstärkung.“

In der Regionalliga soll Rechtshänder Kranz künftig an Position 2 spielen – noch vor Senkbeil und hinter Frontmann Petr Kralert (Tschechien). Außerdem im Team die Lokalmatadoren Mirko Bathelt, Thomas Stolte und Arnd Grefe. „Klein aber fein“, sagt Bathelt mit Blick auf den Kader. „Viel darf nicht passieren. Und falls doch, haben wir noch Walter Schneider und Michael Gerdes aus der ’Zweiten’ in der Hinterhand.“

Lars Mosel hat die Jadestädter verlassen

Auf die Dienste von Lars Mosel werden die Jadestädter in Zukunft verzichten müssen. „Mit Blick auf die eigene Gesundheit will Lars kürzer treten und spielt wieder für seinen Heimatverein Bad Essen. Für uns nicht nur sportlich ein absoluter Verlust. Lars ist ein toller Typ, den wir nicht nur auf dem Platz, sondern auch in der Kabine schmerzlich vermissen werden. Nach den vielen Jahren bei uns wünschen wir ihm alles Gute.“

Gut eine Woche vor dem ersten Aufschlag sind die Kräfteverhältnisse in der Regionalliga Nord-Ost nur schwer einzuschätzen. Auf dem Papier zählen die Big-City-Clubs aus Berlin zum engsten Kreis der Favoriten. Auftaktgegner Reinickendorf hat unter den ersten sechs Positionen alleine fünf Legionäre gemeldet, beim TC Tiergarten schlagen (theoretisch) vier Schweden in der Top-5 auf. Bathelt: „Klingt banal, aber die Wahrheit wird wie immer auf den Plätzen liegen. Wir wollen uns nicht verstecken und peilen das Finale an.“

Carsten Conrads
Carsten Conrads Sportredaktion
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