Nordenham - Die Herren 65 des TK Nordenham haben das Auftaktspiel der Wintersaison in der Nordliga auswärts klar verloren. Sie unterlagen Barsbüttel II mit 0:6.
Gegen die Regionalliga-Reserve der Gastgeber mussten die TKNer neben den Dauerverletzten Andreas Hillmann (Schulter-OP) und Bernd Markowsky (Knieprobleme) krankheitsbedingt kurzfristig ihre Nummer drei, Heinrich Schütte, ersetzen. „Deshalb sind wir auch ohne große Ambitionen nach Schleswig-Holstein gereist. In der Hoffnung, dass sich kein weiterer Mitspieler mehr verletzt, denn dann hätte nur noch der 78-jährige Peter Fröhlich bereit gestanden“, sagte Reiner Indorf.
Auf Augenhöhe
Mannschaftsführer Karl Brandau bestritt mit Heinz Gulich die erste Einzelrunde. Beide waren mit ihren Gegnern auf Augenhöhe. Brandau (LK 10,5) gewann an Position zwei gegen den vier Jahre jüngeren Detlef Wörmer (LK 11,1) den ersten Satz im Tiebreak, während Gulich (LK 15,0) gegen den sieben Jahre älteren Dieter Bursche (LK 9,9) mit 5:7 unterlag. Beide brauchten über eine Stunde für den ersten Durchgang und gaben jeweils den zweiten Satz mit 3:6 ab. Somit war der Punkt von Gulich weg. Brandau musste in den Match-Tiebreak, den er bis zum 6:6 offen hielt. Dann setzte sich sein Gegner in der superschnellen Halle aufgrund seiner besseren Aufschläge durch.
Kaum Ballwechsel
In der zweiten Einzelrunde sollte es noch schneller zugehen. An Position drei war Wolfgang Mathiszig (LK 14,9) gegen den aufschlagstarken Richard Siemsen (LK 9,9) in einem Match fast ohne Ballwechsel chancenlos.
Im Spitzenspiel hatte Reiner Indorf (LK 8,7) gegen den drei Jahre jüngeren und erstmals bei den Herren 65 spielberechtigten Torsten Dyck (14,3) ähnliche Probleme. Wenn er in die Ballwechsel hineinkam, konnte er gut mithalten, ohne aber eine wirkliche Siegchance zu haben. Der 1,95-Meter-Hüne Dyck spielte dafür einfach zu schnell.
Da das Match schon nach den Einzeln verloren war, versuchte man auf TKN-Seite, in den Doppeln noch etwas Schadensbegrenzung zu betreiben. In der Hoffnung wenigstens einen Zähler zu ergattern, machte man das zweite Doppel mit Indorf/Gulich stark, während Brandau/Mathiszig aussichtslos gegen das aufschlagstarke Spitzendoppel der Gastgeber antraten. Aber auch dieser Schachzug ging schief. Beide Spiele gingen verloren. In zwei Wochen in Travemünde gegen die TSG Scharbeutz, die mit vier deutschen Ranglistenspielern antritt, hofft man beim TKN, wieder auf Heinrich Schütte zurückgreifen zu können.
TKN: Reiner Indorf 4:6, 4:6; Karl Brandau 7:6, 3:6, 7:10; Wolfgang Mathiszig 2:6, 2:6; Heinz Gulich 5:7, 3:6; Brandau/Mathiszig 1:6, 2:6; Indorf/Gulich 4:6, 4:6.
