Nordenham - Die Herren-65-Mannschaft des TK Nordenham hat den schlechtesten Saisonstart in eine Sommerspielzeit seit Jahren hingelegt. Nach zwei Niederlagen ist der TKN das sieglos Schlusslicht der Oberliga. Am Wochenende verlor er gegen den ungeschlagenen TC SW Steterburg mit 1:5.
Die Nordenhamer spielten ohne die Stammkräfte Bernd Markowsky und Heinz Gulich. Trotzdem entwickelte sich eine ausgeglichene Begegnung, in der vier Spiele erst im Match-Tiebreak entschieden wurden, von denen der TKN aber nur eine Partie gewann. Und das war der Knackpunkt des gesamten Spiels.
Nur Mannschaftsführer Karl Brandau (Leistungsklasse 9,9) konnte an zweiter Position nach zwei Stunden sein Match gegen seinen sechs Jahre jüngeren Gegner (LK 12,9) gewinnen, obwohl er im entscheidenden dritten Satz schon mit 0:4 und 3:6 hintengelegen hatte. Er verwandelte seinen ersten Matchball beim Stand von 9:7.
Chancenlos
Wolfgang Mathiszig (LK 14,3) an Nummer drei war gegen einen sehr sicheren und läuferisch starken Kontrahenten (LK 14,1) chancenlos. Zu diesem Zeitpunkt lagen Heinz Woesthoff und Spitzenspieler Reiner Indorf noch gut im Rennen, weil sie jeweils den ersten Satz gewonnen hatten. Aber nach zweieinhalb Stunden verlor zunächst der sonst kaum im Einzel eingesetzte Woesthoff (LK 19,3) entkräftet im Match-Tiebreak gegen einen Gegner mit der Leistungsklasse 14,3. Indorf (LK 9,2) verspielte einen 5:2-Vorsprung im zweiten Satz. Der deutsche Ranglistenspieler (DRL 208) vergab beim Stand von 5:4 drei Matchbälle, verlor den zweiten Satz im Tiebreak und nach drei Stunden auch den Match-Tiebreak gegen seinen zwei Jahre älteren Gegner (LK 12,3).
Volles Risiko
Bei einem 1:3-Rückstand nach den Einzeln musste der TKN volles Risiko gehen, um ein Remis zu retten. Aber das war schwierig, weil die Nordenhamer keine frischen Kräfte mehr einwechseln konnten, während die Gäste einen neuen Spieler brachten. Die völlig entkräfteten Indorf/Woesthoff waren im ersten Doppel chancenlos. Brandau/Mathiszig ließen nach gewonnenem ersten Satz stark nach und verloren im Match-Tiebreak.
Kapitän Brandau ist realistisch. „Wenn wir in dieser ausgeglichenen Staffel die Kurve noch kriegen wollen, müssen wir in den restlichen vier Spielen alle Kräfte bündeln und auch immer am absoluten Limit spielen“, sagte er. „Ansonsten gehören wir zu den beiden Absteigern.“
TKN: Reiner Indorf 6:4, 6:7, 7:10; Karl Brandau 6:4, 3:6, 10:7;Wolfgang Mathiszig 4:6, 0:6; Heinz Woesthoff 7:5, 4:6, 3:10;Indorf/Woesthoff 2:6, 0:6; Brandau/Mathiszig 6:1, 3:6, 5:10.
