Oldenburg - Es ist nicht nur der Beginn einer neuen Winter-Spielzeit in der Tennis-Oberliga, sondern auch der einer neuen Ära, wenn der Oldenburger TeV II an diesem Samstag um 15 Uhr mit einem Auswärtsspiel beim DTV Hannover in die Hallen-Saison startet. Erstmals seit neun Jahren heißt der Mannschaftsführer nicht Sebastian Strehle, sondern Arkadiy Kharenko.

„Arkadiy tritt in sehr große Fußstapfen. Ich bin sehr froh, dass sich einer unserer jungen Spieler dies zutraut und das Amt übernimmt“, lobt Trainer Daniel Greulich den gerade einmal 21-jährigen Kapitän. Strehle hatte im vergangenen Jahr mit Mitte 30 und mit Verweis auf Beruf und Familie die richtige Zeit für einen Abschied gesehen. Er konzentriert sich jetzt auf seine Aufgaben in der sportlichen Führung des OTeV.

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Der Einsatz des neuen Mannschaftsführers ist im ersten Spiel wegen einer Erkrankung aber noch etwas fraglich. Für ihn könnte eventuell einer der jungen Niederländer um Max Adriaanse in die Bresche springen. Neben Kharenko gehören Jan und Ole Heine sowie Arnd Weyhausen zum Stammkader.

Letzterer ist der einzige Spieler, der vor einem Jahr beim 4:2-Sieg vor eigenem Publikum gegen den DTV Hannover mit dabei war. Am Saisonende war der OTeV II punktgleich hinter dem Rivalen aus der Landeshauptstadt Vierter (beide 4:6) geworden. Kharenko war damals verletzt, die Heine-Brüder waren noch zum Studieren auf Hawaii.

Jetzt sind die Heines zurück und Säulen der Mannschaft. „Weil Jan in Hamburg arbeitet und Ole dort studiert, ist das zwar logistisch etwas kompliziert, aber sie stehen wieder regelmäßig zur Verfügung“, erklärt der neue Kapitän, der dagegen auf die USA-Studenten Paul Hannack und Marlon Wilken verzichten muss. Auch Kai von Assen (Wintersaison beim TC BW Halle) steht nicht zur Verfügung. „Im Sommer ist er aber wieder mit dabei“, erklärt Kharenko.

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Mögliche Abstiegsängste wollen die Oldenburger rasch hinter sich lassen. „Gegen die Aufsteiger TuS Wettbergen Hannover und TC Jesterburg gehen wir sicher leicht favorisiert ins Spiel, aber gegen den DTV wird es wie gegen Haste und den Braunschweiger THC sehr schwer“, glaubt der Kapitän und will mit seinem Team in jedem Spiel die maximale Leistung abrufen: „Wenn wir das tun, können wir auch oben mitspielen. Das Spiel in Hannover wird eine echte Standortbestimmung.“

Jan-Karsten zur Brügge
Jan-Karsten zur Brügge Sportredaktion