Oldenburg/Hamburg - Dank eines souveränen Sieges beim Harvestehuder THC haben die Tennis-Spieler des OTeV am vorletzten Spieltag der Regionalliga den Traum vom Titel in der höchsten Winterspielklasse am Leben gehalten. Die Oldenburger (6:2 Punkte/2. Platz) bezwangen den Tabellenvorletzten aus Hamburg (2:6/5.) 5:1 und blieben so dem Club an der Alster (7:1/1.), der beim Suchsdorfer SV (3:5/4.) knapp mit 4:2 gewann, auf den Fersen. Der Spitzenreiter empfängt am 9. März den Hildesheimer TC (6:2/3.), der ebenfalls noch auf die Meisterschaft hoffen darf. Der OTeV erwartet parallel an dem Samstag (13 Uhr, Johann-Justus-Weg) den Tabellenvierten aus Kiel, der jetzt keine Chance mehr auf Rang eins hat.
Der Optimist: „Für die Suchsdorfer geht es um nichts mehr. Das könnte für uns von Vorteil sein, weil die dann wohl eher nicht für teures Geld ausländische Spieler holen werden“, zeigte sich Spielertrainer Michel Dornbusch optimistisch, die Saison mit einem Sieg und damit zumindest mit der Vizemeisterschaft abschließen zu können. Sollte der Club an der Alster beim Saisonfinale schlechter punkten als die Oldenburger, wären diese Meister, da sie bei den Matchpunkten aktuell gleichauf mit den Hamburgern liegen (beide 17:7).
Der Ukrainer: Hildesheim (15:9 Matchpunkte) benötigt für den Sprung auf Platz eins ein 4:2 des OTeV und ein eigenes 6:0 gegen den Spitzenreiter. Dann würde die Satzdifferenz entscheiden, bei der die Oldenburger nun klar vorn liegen (35:17 zu 34:23), nachdem sie gegen das ohne die etatmäßige Nummer zwei Marat Deviatiarov (Ukraine) angetretene Team aus Harvestehude im Einzel nicht einen einzigen Satz abgegeben hatten.
Der Zuverlässige: Nachdem Lasse Muscheites (6:3, 6:3 gegen Tim Freudenthal) und Dornbusch (6:4, 6:3 gegen Justus Lehmann) für ein 2:0 gesorgt hatten, machten Alexander Meyer (6:4, 6:3 gegen Christian Seraphim) und Stefan Seifert (7:6, 6:2 gegen Bastien Presuhn) den Sack schon zu. „Stefan ist ein echtes Phänomen. Freitagabend erst aus Norwegen zurückgekommen. Um drei Uhr im Bett. Morgens noch den Schläger bespannt. Und dann ist er trotz der Müdigkeit die Zuverlässigkeit in Person“, betonte Dornbusch.
Die Abstiegskämpfer: Im Doppel legten Seifert und Muscheites (6:1, 7:6 gegen Lehmann/Freudenthal) den fünften Matchpunkt nach. Presuhn und Seraphim sorgten durch ein 7:5, 7:5 gegen Dornbusch und Meyer dafür, dass die Hamburger beim Saisonfinale nur noch auf den einen Abstiegsrang rutschen können, wenn sie gegen Schlusslicht Suchsdorfer SV II (0:8/6.) keinen einzigen Satz holen.
Der Unterstützer: Ohne Einsatz blieb an diesem Tag Jan Heine, der für den Fall, dass sich jemand verletzen würde, mit nach Hamburg-Winterhude gefahren war. „Jan hat uns den ganzen Tag über super unterstützt und angefeuert“, betonte Dornbusch.
