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Wintersaison der Tennis-Regionalliga Oldenburger TeV denkt an Änderung der Ausländerstrategie

Unterstrich rund um den Jahreswechsel mit zwei Turniersiegen seine gute Verfassung: Lasse Muscheites

Unterstrich rund um den Jahreswechsel mit zwei Turniersiegen seine gute Verfassung: Lasse Muscheites

Tobias Frick

Oldenburg - Neue Saison, neue Herausforderungen, altbekannter Rivale: Mit vielen Fragezeichen im Kopf steuern die Tennis-Asse des Oldenburger TeV auf den ersten Spieltag in dieser Winter-Spielzeit in der Regionalliga Nord-Ost zu. So intensiv wie in diesem Jahr musste Spielertrainer Michel Dornbusch kurz vor dem Start wahrscheinlich noch nie am Kader basteln. Und der Auftakt in der höchsten Hallen-Spielklasse ist alles andere als einfach – an diesem Samstag (13 Uhr, Anlage Johann-Justus-Weg) gastiert Titelverteidiger Club an der Alster beim OTeV.

Die Emotionalität

Anders als vor einem Jahr, als die Oldenburger (am Ende 6:6 Punkte/4. Rang) ein 2:4 bei den Hamburgern (10:2/1.) kassierten, findet das Duell zumindest nicht in der ungeliebten Halle am Rothenbaum statt. „Da ist es immer sehr heiß, und der Belag besteht aus so komischem Granulat, das es für einige von uns sehr schwierig macht, weil es so etwas in anderen Hallen nicht gibt“, freut sich Dornbusch auf das erste Heimspiel gegen den Dauerrivalen seit Anfang 2019 (3:3). Den letzten OTeV-Sieg gab’s im Sommer 2021 in der 2. Bundesliga (6:3). „Es ist mal wieder an der Zeit, etwas gegen die zu holen“, sagt der Spielertrainer und betont vor dem Aufeinandertreffen mit vielen alten Bekannten: „Es wird mit Sicherheit wieder ein sehr positiv besetztes, emotionales Spiel mit vielen Matches auf Augenhöhe.“

Drittes Spiel, dritte Einzel-Niederlage, dritter Doppel-Sieg: So sieht die Saison-Bilanz von Lasse Muscheites im OTeV-Trikot in diesem Winter bislang aus.

5:1 BEIM TC ALFELD Oldenburger TeV schiebt Abstiegsangst beiseite

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Oldenburg

Die Ausfälle

Personell stehen die Vorzeichen für den OTeV nicht so gut. Zwar spielt Stefan Seifert (wechselte vor zwei Jahren in seine Heimat zum DTV Hannover) auch in dieser Hallensaison wieder mit, doch an diesem Wochenende ist der Einsatz der langjährigen Nummer eins sehr fraglich. „Stefan ist in dieser Woche als Trainer mit seinem Schützling bei einem Turnier. Da kommt es nun darauf an, wie weit er kommt“, erklärt Dornbusch. Definitiv fehlen wird Mattis Wetzel, der nach dem Abschied vor einem Jahr jetzt doch wieder in der Halle mitspielen wollte, sich aber an der Wade verletzt hat.

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Galgenmoor

Die Stammkräfte

Weil auch Florian Barth sich einerseits aus beruflichen Gründen dem Klipper THC in Hamburg angeschlossen hat und andererseits auch aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr auf dem Niveau wie bisher trainieren kann, nicht mehr dabei ist, bleiben vom alten Stammkader derzeit neben Dornbusch nur noch Lasse Muscheites und Alexander Meyer übrig.

Die Ausländerfrage

„Da es bei der Zweiten personell derzeit auch nicht so rosig aussieht, ist es da nicht so einfach, einen von unten hochzuziehen, zumal die gleichzeitig in Hannover spielen“, berichtet Dornbusch und verrät eine Änderung der eigentlichen Strategie: „Wahrscheinlich werden wir, was wir sonst im Winter nicht gemacht haben, einen Ausländer ins Team holen – was aber auch nicht so einfach ist, weil viele anderweitig unterwegs sind.“

Besserung in Sicht

Nach dem Saisonstart gegen Titelanwärter Club an der Alster folgen für den OTeV Partien beim Hildesheimer TC Rot-Weiß (28. Januar, Sonntag, 11 Uhr) und daheim gegen den Suchsdorfer SV II (Samstag, 10. Februar, 13 Uhr). „Für beide hat Stefan fest zugesagt. Das sind die Spiele, wo wir unbedingt punkten wollen, um möglichst früh Luft zum Abstiegsplatz zu haben“, freut sich Spielertrainer Michel Dornbusch auf Seiferts Mitwirken, bezeichnet Hildesheim als schwierigen Gegner und Suchsdorf II als Wundertüte: „Da der Bremer TV zurückgezogen hat, haben wir nur fünf Spiele, aber auch nur einen Absteiger, was das Ganze etwas entspannter macht.“

Im Saisonendspurt geht es am vorletzten Spieltag zum Harvestehuder THC (24. Februar, Samstag, 15 Uhr), bevor der OTeV zum Abschluss den Suchsdorfer SV (9. März, Samstag, 13 Uhr) und damit also auch den zweiten Meisterschaftsfavoriten zu Hause empfängt.

Die Form

Das verbliebene OTeV-Personal ist aber wohl bestens vorbereitet und gut in Form. Dornbusch hat als Trainer viel Zeit mit Julia Middendorf (20, Vechta, derzeit 382. der Weltrangliste) auf dem Platz verbracht. Nachdem Meyer sich im Herbst zunächst den Landesmeistertitel in Celle gesichert und wenig später in Hamburg das Finale bei den Nord-Ostdeutschen Meisterschaften nur knapp verpasst hatte, legte Muscheites rund um den Jahreswechsel zwei Turniersiege in Alsdorf nach.

Jan-Karsten zur Brügge
Jan-Karsten zur Brügge Sportredaktion
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