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Tennis-Regionalliga Wieso der OTeV trotz Niederlage strahlt

Abschied: Mattis Wetzel (Mitte, mit Geschenk) mit (von links) Vorstand Peter Haver, Sportleiter Daniel Greulich, Vorstand Rolf Thomas Weber sowie den Teamkollegen Lasse Muscheites, Florian Barth, Alexander Meyer und Michel Dornbusch

Abschied: Mattis Wetzel (Mitte, mit Geschenk) mit (von links) Vorstand Peter Haver, Sportleiter Daniel Greulich, Vorstand Rolf Thomas Weber sowie den Teamkollegen Lasse Muscheites, Florian Barth, Alexander Meyer und Michel Dornbusch

Sascha Stüber

Oldenburg - Der Hauptschirm ließ sich nicht richtig öffnen, aber die beiden Ersatzschirme haben einen drohenden freien Abfall des Oldenburger TeV aus der Tennis-Regionalliga in die Tiefe wirkungsvoll abgebremst. In seinem finalen Heimspiel kassierte das OTeV-Team (jetzt 6:6 Punkte/4. Platz) ein 1:5 gegen den Hildesheimer TC Rot-Weiß (6:4/3.). Weil parallel der TC Alfeld (2:8/7.) 0:6 beim damit als Meister feststehenden Club an der Alster (10:0/1.) und sogar auch der Harvestehuder THC (3:7/5.) beim Großflottbeker THGC (3:7/6.) verlor, können die Oldenburger nicht mehr auf einen der beiden Abstiegsränge abrutschen.

Kein finales Zittern

„Gott sei Dank!“, meinte Teammanager Sebastian Strehle mit einem kleinen Augenzwinkern, als sein Team gerade die ersten beiden Einzel verloren hatte, aber Alfeld zu der Zeit schon 0:3 zurücklag. Strehle hatte vor einer Woche direkt nach dem 3:3 beim jetzt spielfreien Suchsdorfer SV (6:4/2.) nämlich schon vom sicheren Klassenerhalt fabuliert, war aber beim genaueren Blick auf die Tabellenkonstellation zum Zurückrudern gezwungen gewesen. Mit dem dritten Punkt für den Spitzenreiter aus Hamburg war das Zittern der Oldenburger jedoch beendet, ehe es überhaupt richtig angefangen hatte. „Der Klassenerhalt ist mehr als verdient“, betonte Strehle.

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Kein finaler Punkt

Gern hätte sich der inzwischen in der Schweiz heimisch gewordene Mattis Wetzel, für den es sein letztes Spiel im OTeV-Trikot war, mit einem Erfolgserlebnis verabschiedet. Aber es reichte kollektiv wie individuell nicht zu einem Punktgewinn. Trotz eines starken Auftritts gelang dem 33-Jährigen, der zum Abschied unter anderem eine Collage mit vielen Bildern aus den vergangenen fast zwei Jahrzehnten (2004 bis 2023) bekam, im Einzel gegen Angstgegner Torben Otto (6:7, 4:6) sowie im Doppel mit Michel Dornbusch gegen Alexander Weis und Dominik Bartels (7:5, 4:6, 4:10) nicht der erhoffte Sieg. „Da wurde Mattis trotz allen Einsatzes der letzte Punkt verwehrt“, meinte Sportleiter Daniel Greulich, der den scheidenden Wetzel über all die Jahre als Trainer betreut hatte.

Nach fast zwei Jahrzehnten tritt Mattis Wetzel an diesem Samstag zum vorerst letzten Mal im OTeV-Trikot an.

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SIegesserie am Ende

Nachdem Wetzel und Alexander Meyer (6:4, 5:7, 7:10 gegen Bartels) die ersten Duelle verloren hatten, ging für Dornbusch am Samstag eine Serie zu Ende. Nach sechs Einzelsiegen in Folge in der Halle musste er sich Weis geschlagen geben. Einfach machte es der 32-Jährige dem 350. der Weltrangliste aus Italien aber nicht. Einem 3:6 folgten ein furioses 6:1 des OTeV-Spielertrainers und ein hochklassiger Match-Tiebreak, der mit 10:6 an die Nummer eins der Gäste ging.

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Sofa-Vize am Ende?

Da Lasse Muscheites sein Einzel ebenfalls knapp abgab (3:6, 7:6, 7:10 gegen Friedrich Klasen), stand die Oldenburger Gesamtniederlage schon vor den beiden abschließenden Doppeln fest. Durch ein 6:4, 6:4 gegen Otto und Klasen sorgten Muscheites und Meyer für den einzigen Punktgewinn des OTeV an diesem Tag – und damit auch dafür, dass die Oldenburger durch hohe Niederlagen von Suchsdorf (beim Club an der Alster) und Hildesheim (gegen Harvestehude) beim Saisonfinale der Regionalliga Nord-Ost am kommenden Samstag theoretisch sogar noch Sofa-Vizemeister werden können.

Jan-Karsten zur Brügge
Jan-Karsten zur Brügge Sportredaktion
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