Oldenburg - Mit immenser Nervenstärke, starkem Kampfgeist und großer Fan-Unterstützung haben die Tennis-Spieler des Oldenburger TeV (jetzt 2:2 Punkte/3. Rang) nach der Regionalliga-Auftaktpleite beim Club an der Alster (6:0/1.) einen 8:1-Heimsieg gegen den LTTC RW Berlin II (0:6/5.) gefeiert. Jetzt müsse man in zwei Wochen (18. Juni, 11 Uhr, ebenfalls zu Hause) gegen BW Berlin II (0:4/4.) nachlegen, „um den Klassenerhalt einzutüten“, sagte Sportwart Sebastian Strehle. Zugleich wolle man damit auch die mögliche Chance auf den direkten Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga wahren.
Die Atmosphäre
„Heute hatten wir das Glück, die Qualität und die Nerven, um die Championstiebreaks für uns zu entscheiden“, sagte Strehle auch mit Rückblick auf das 2:7 im Mai in Hamburg, bei dem alle drei Duelle verloren wurden, die in den Entscheidungssatz gegangen waren. Diesmal waren es erneut drei Spiele, diesmal gingen alle an den OTeV. „Da spielen dann natürlich auch die Fans eine Rolle – insgesamt gut 200 haben heute für eine tolle Atmosphäre gesorgt“, zeigte sich Strehle dankbar.
Die Steigerung
In der ersten Einzelrunde brachte Lasse Muscheites die Gastgeber schnell in Front (6:2, 6:1 gegen Delf Gohlke), während Michel Dornbusch in einem hochkarätigen Duell mit Oliver Olsson den Tiebreak des ersten Satzes nach einem 6:3 noch 6:8 abgab. Von Muscheites gut eingestellt, steigerte sich der Spielertrainer aber und rang den Berliner noch 6:3, 10:4 nieder.
Steigerte sich in seinem Einzel: Spielertrainer Michel Dornbusch. Bild Sascha Stüber
Das Highlight
„Danach strömten die Fans rüber zu ,Flo’ und erlebten das Ende eines Highlight-Spiels“, umschrieb Strehle das, was Florian Barth gegen Lenard Soha ablieferte. Nach einem 2:6 glich der 33-Jährige durch ein 6:4 aus, verspielte im Championstiebreak ein 9:6 und siegte nach Matchbällen für beide 18:16. „Wahnsinn“, meinte Strehle. So konnten der Niederländer Niels Visker (6:2, 6:1 gegen Kiyan Santino Kasemi) und Alexander Meyer (6:1, 6:1 gegen Carl Labitzke) in der zweiten Einzelrunde den Gesamtsieg rasch absichern.
Die Verletzungen
Der Franzose Gleb Sakharov, der jetzt im dritten Jahr in Oldenburg aufschlägt, gewann Satz eins des Spitzenduells mit Nino Ehrenschneider 7:6, schenkte den zweiten aber wegen einer Wadenblessur 1:6 ab, um sich auf den Championstiebreak zu fokussieren. Mit Erfolg: Der 34-Jährige triumphierte 10:5, trat zum Doppel jedoch nicht mehr an. Da auch zwei Berliner verletzt passen mussten, fand kein Duell mehr statt. Zwei Punkte gingen an den OTeV, einer an die Zweitliga-Reserve des LTTC.
