Nordenham - Im letzten Saisonspiel der Tennis-Nordliga haben die Herren 65 des TK Nordenham in Schweewarden für eine Überraschung gesorgt. Als Tabellenletzter besiegten sie den zuvor unbesiegten Meister und als Aufsteiger in die Regionalliga Nord-Ost feststehenden TV Ost-Bremen mit ihrer besten Saisonleistung mit 4:2. Dank des zweiten Saisonsieges gaben sie die Rote Laterne an den TC RW Osterode ab.
Dem TKN fehlten Spitzenspieler Andreas Hillmann (DRL 91/LK 7,0), Heinz Woesthoff und Heinz Gulich. Die Gastgeber waren zwar etwas älter als die Gäste, doch die Leistungsklassen ähnelten sich. Es entwickelte sich eine ausgeglichene und verbissen geführte Partie.
Heinrich Schütte (LK 9,1) und Magdi Sadek (LK 9,5) duellierten sich mehr als zweieinhalb Stunden. Nach schwachem Start und verlorenem ersten Satz wehrte Schütte zwei Matchbälle ab und erzwang den Match-Tiebreak, in dem er einen 3:8-Rückstand in einen 10:8-Sieg umbog. Bernd Markowsky (LK 11,6) verlor gegen Thomas Weber (LK 12,3) wegen einer hohen Fehlerquote und der guten Bringer-Qualitäten des Gäste-Spielführers.
Im Spitzenspiel besiegte Reiner Indorf (DRL 230/LK 8,7) und Philipp Uphoff (LK 8,8) in zwei umkämpften Sätzen. Mannschaftsführer Karl Brandau (LK 10,5) gewann nach vier Niederlagen in diesem Winter gegen den zuvor ungeschlagenen Hilmar Wagner (LK 10,2). Stark: Nach drei Pleiten im Match-Tiebreak in dieser Spielzeit wandelte er im vierten Anlauf einen 6:8-Rückstand in einen 10:8-Sieg um.
Im ersten Doppel gab der 78-jährige Peter Fröhlich an der Seite Indorfs gegen Uphoff/Wagner sein Saisondebüt. Die Nordenhamer verloren klar. Brandau/Markowsky harmonierten dagegen prächtig und kauften dem Duo Weber/Moesicke den Schneid ab.
„Das war ein sehr überraschender und versöhnlicher Saisonausklang“, sagte Markowsky. „Weil es in der Achter-Staffel keine Absteiger gibt, können wir im nächsten Jahr in unsere zehnte Saison in die zweitklassige Nordliga gehen.“
TKN: Reiner Indorf 6:4, 6:4; Heinrich Schütte 2:6, 7:6, 10:8; Karl Brandau 6:1, 3:6, 10:8; Bernd Markowsky 2:6, 2:6; Indorf/Peter Fröhlich 2:6, 1:6; Brandau/Markowsky 7:5, 6:1.
