THüLE - In seinem Leben dreht sich alles um Pferde. Von Kindesbeinen an hat sich Rainer Duen (41) aus Thüle um die großen Vierbeiner gekümmert. Er ist mit ihnen aufgewachsen. Inzwischen zählt der Thüler Pferdesportler als Vierspännerfahrer zu den besten seines Fachs. Weltweit.
Rainer Duen ist der Sohn von Bernd Duen (77) aus Thüle. Legendär sind dessen Erfolge als Vierspännerfahrer. Zehn mal stand der Vater in seiner Karriere bei Deutschen Meisterschaften auf dem Siegerpodest. Da lag es nahe, das der Sohn in die Fußstapfen des Vaters trat. Schon in jungen Jahren saß Rainer Duen auf dem Pferd, nahm an ländlichen Reit- und Springturnieren teil. Als 16-Jähriger heimste er erste Erfolge ein, ritt auf Springturnieren schon in der schweren S-Klasse.
Herausforderungen
Doch schnell fand der junge Thüler den Weg zum Fahrsport. Auf dem elterlichen Pferdehof in Vordersten-Thüle lernte er viel vom Vater. Schließlich ist der Stall Duen auch Ausbildungsbetrieb für Fahrsportler. Als er 21 Jahre alt war, war der Wechsel vom Spring- zum Fahrsport vollzogen. Seitdem ist der Kutschbock das zweite Zuhause von Rainer Duen. Beim Fahren kommt es auf Leine, Stimme und Peitsche an. Die Peitsche dient dem Antreiben. Sie ersetzt quasi die Schenkel des Reiters, erklärt der Thüler die Herausforderungen.
Zunächst waren es die Zweispänner, mit denen Rainer Duen auf zahlreichen Turnieren startete. Schon der erste Start auf einem Fahrturnier im emsländischen Lorup war erfolgreich. Doch schon bald reichten die Zweispänner nicht mehr aus. Rainer Duen zog es in die Königsklasse der Gespannfahrer und spannte schon als 22-Jähriger vier Pferde vor seine Kutsche. In Wiesetze bei Hamburg ging er vor fast 20 Jahren das erste Mal in seiner Karriere mit dem großen Gespann an den Start. Rainer Duen: Ich brauchte dann einige Turniere, auf denen ich wichtige Erfahrungen sammeln konnte.
Start in Lähden
1997 ließ er in Hanerau-Hademarschen die Konkurrenz hinter sich und sicherte sich den ersten großen Titel: Rainer Duen kehrte als Deutscher Meister der Vierspännerfahrer nach Thüle zurück. Diesen Erfolg wiederholte er 2004 in Waldeck-Sachsenhausen. 2006 und 2011 wurde er Vize-Meister. In diesem Jahr will Rainer Duen bei den Deutschen Meisterschaften wieder vorne mitfahren. Am morgigen Donnerstag beginnen die Titelkämpfe in Lähden (Landkreis Emsland). Dort startet die Elite der Vierspännerfahrer. Rainer Duen freut sich auf die viertägige Veranstaltung: Das ist eines der schönsten Turniere in Deutschland.
Über seine Chancen spricht Rainer Duen hingegen nur ungerne: Die Spitzenfahrer in Deutschland liegen eng zusammen. Da hängt viel von der Tagesform ab. Dass mit ihm zu rechnen ist, wissen die Kontrahenten. Schließlich hat der Thüler erst vor wenigen Tagen im westfälischen Herford die erste offizielle Sichtung der deutschen Vierspännerfahrer für die nächste Weltmeisterschaft gewonnen. Die findet vom 16. bis 16. August 2012 im westfälischen Riesenbeck statt. Weitere WM-Sichtungen werden auf den Turnieren am Wochenende in Lähden, beim Nationenpreis in Achen sowie beim Oldenburger Landesturnier in Rastede entschieden.
Team-Weltmeister
2006 war das Jahr seines größten Erfolges. Damals gewann Rainer Duen gemeinsam mit Christoph Sandmann aus Lähden und Michael Freund aus Neu-Isenburg den Titel des Mannschafts-Weltmeisters der Vierspänner.
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