Hollwege/Wesermarsch - Die Boßler des Friesischen Klootschießerverbands messen sich an diesem Sonnabend in Hollwege beim sechsten und vorletzten Qualifikationswerfen zur Europameisterschaft. Beginn ist um 13 Uhr. Die Werferinnen treffen sich beim Gasthof „Heinemann“ und werfen auf der Straße „Am Wehlen“ in Richtung Autobahnbrücke. Die Werfer treffen sich auf der Wittenheimer Straße.

Der FKV-Vorsitzende Jan-Dirk Vogts glaubt, dass die Frauen mit 1100 Metern einen Platz in den Punkterängen ergattern könnten. Die Strecke für die Männer sei eine kurvige Powerstrecke, die den Werfern alles abverlange. 1500 Meter müssten die Starter schon erzielen, um punkten zu können. Der Vorsitzende des Hollweger Boßelvereins, Fredo Heibült, geht sogar noch weiter. Er erwartet Weiten um die 1600 Meter. „Die Siegesweite dürfte sogar über der 1800-Meter-Marke liegen.

Im Feld der Männer haben Georg Bohlken, Ralf Look, Reiner Hiljegerdes und Harm Weinstock die 30-Punkte-Grenze schon überschritten. Tim Wefer aus Mentzhausen (5./28 Punkte) und Matthias Gerken aus Kreuzmoor (7./21) sind auf dem besten Wege, sich für die EM zu qualifizieren. Doch auch Manuel Runge aus Kreuzmoor rechnet sich noch Chancen aus (11./15). Stefan Runge (16./9) benötigt schon eine deutliche Leistungssteigerung, um bei der EM doch noch dabei sein zu können.

Die Werfer der männlichen Jugend legen um 14.15 Uhr los. Das Führungstrio Fabian Schiffmann, Sven Gärtner und Niklas Noormann hat das EM-Ticket längst geordert.

Die Frauen legen um 13.15 Uhr los. „Hier ist eine Prognose schwieriger“ , sagt Verbandsboßelwart Reiner Berends.“ Kaum eine Werferin hat Konstanz gezeigt. Das sorgt für Spannung. Auf einem guten Weg ist die Führende Andrea Blonn-Gerdes (38 Zähler). Dahinter dürfen sich mehr als zwölf Werferinnen Hoffnungen machen, in Holland dabei zu sein. Rang zwölf nimmt Sandra von Häfen aus Kreuzmoor ein. Doch nach ihrem Tagessieg zum Tourauftakt sprang für sie nichts Zählbares mehr heraus.

In der weiblichen Jugend, die um 14.15 Uhr startet, diktieren Feenja Bohlken und Chantal Bohlen aus Schweinebrück die Tour. Um die beiden anderen Startplätze gibt es ein Gerangel. Mindestens sechs Werferinnen haben gute Aussichten. Dritte ist Lea Sophie Oetjen. Auch Simke Wiemer aus Kreuzmoor (6./30) liegt noch aussichtsreich im Rennen.