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Tischtennis Computer-Panne legt Turnier lahm

Guido Finke
HUDE - Der rabenschwarze Sonnabend mit einer technischen Panne könnte im schlimmsten Fall das Aus für das traditionelle Tischtennis-Turnier des TV Hude bedeuten. Das computergestützte System fiel aus – die Folge war eine dreistündige Turnierpause (

NWZ

  berichtete). Statt Wettbewerbe zu spielen, hielten sich die Teilnehmer in der Halle am Huder Bach mit Training warm. Einige reisten ab.

„Das war eine Katastrophe. Wir können uns nur entschuldigen“, sagte Turnier-Organisator Jörg Severin. Als das Online-System eines Softwareanbieters, über das die Wettbewerbe abgewickelt werden sollten, abstürzte, brach Hektik aus. „Da die Auslosungen und auch Ergebnisse bereits eingegeben worden waren, konnten wir nicht auf Stift und Papier umsteigen, sondern haben uns bemüht, die Technik nutzen zu können“, sagte Severin. Dies führte dazu, dass Sonnabend bis nach Mitternacht gespielt wurde. „Es war naiv, ohne Absicherung für technische Problemen ins Turnier zu gehen. Auch das Krisenmanagement lief nicht optimal“, übt Hudes Felix Lingenau Selbstkritik. Immerhin seien „nur“ zwei Konkurrenzen stark betroffen gewesen. Insbesondere der Sonntag sei reibungslos abgelaufen. „Damit konnten wir zumindest zeigen, dass wir es besser können“, so Lingenau. Sein Versprechen: „Wir werden aus den Fehlern lernen.“

Das mit großen Erwartungen und erstmals für die deutsche Rangliste relevante Turnier litt zwar unter dem Chaos am ersten Tag, doch die Wettbewerbe gingen doch irgendwie über die Bühne. Am Sonntag wurde seitens der Turnierleitung auf den Computer verzichtet und mit Stift und Papier gearbeitet.

Sportlich gesehen verlief die Veranstaltung aus lokaler Sicht zwar zufriedenstellend, doch obwohl gleich drei Huder Spieler in der „Königsklasse“ im Halbfinale standen, machte am Ende Andreas Raeder das Rennen und siegte vor Christopher Imig. Frauen und Männer gingen in Hude erstmals in gleichen Konkurrenzen an den Start, da einzig die Ranglistenpunkte der Akteure bei der Klasseneinteilung herangezogen wurden. „Das wurde von allen prima angenommen“, freute sich Severin über ein mit 330 Spielern volles Teilnehmerfeld.

Auf ihn und seine Mitorganisatoren wartet im Nachgang des Turniers noch eine Extraschicht: Jedes Ergebnis muss nach dem Systemabsturz computermäßig erfasst werden. „Ansonsten würden keine Ranglistenpunkte vergeben – das wäre fatal.“

Wegen der Geschehnisse am Sonnabend kündigte Severin bereits seinen Verzicht als künftiger Organisator des Turniers an. Da im nächsten Jahr noch die Ausrichtung der deutschen Meisterschaften der Senioren auf den TVH wartet und viel ehrenamtliche Arbeit erforderlich ist, steht die Zukunft des Turniers in den Sternen.

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