Oldenburg/Lampertheim - Nahezu zeitgleich mussten am Sonntag die erste und zweite Mannschaft des Oldenburger TB an die Tischtennis-Tische, und da Heye Koepke weiter ausfällt, galt es, das Personal geschickt aufzuteilen. Das gelang: Im Spitzenspiel der 3. Bundesliga holte der Turnerbund (21:5 Punkte/2. Platz) bei Tabellenführer TTC Lampertheim (26:2/1.) ein 5:5, das Regionalliga-Team (13:17/8.) verdrängte mit einem 8:2 im direkten Duell den SC Poppenbüttel (12:18/9.) vom Abstiegsrelegationsrang.
„Das hat richtig Bock gemacht vor so einer Kulisse“, fand Justus Lechtenbörger, der für Koepke in der „Ersten“ spielte. Aktuell wäre Mathis Kohne wohl der stärkere Ersatz, doch der wurde in der „Zweiten“ gebraucht. Lampertheim hatte erst einen Punkt abgegeben, der OTB vier am Saison-Beginn, als Philipp Floritz gefehlt hatte.
Als „größtes und wichtigstes Spiel der Vereinsgeschichte“ hatten die aufstiegswilligen Gastgeber die Partie beworben. Den etwa 200 Fans hätte Lechtenbörger fast die Feierstimmung vermiest. Im letzten Einzel führte er gegen Miguel Nunez im fünften Satz 4:0, doch der klar favorisierte Spanier holte durch ein 11:6 doch den Punkt zum 5:5.
Bis dahin hatten Floritz und Valentin Nad Nemedi mit je zwei Einzel-Siegen und einem im Doppel die Maximal-Ausbeute geholt, Lechtenbörger und Oscar Birriel Rivera blieben unten gegen die Spanier Alvaro Gainza und Nunez ohne Punkt. „Das sind halt Profis, aber insgesamt haben wir trotzdem gut gespielt“, fand Lechtenbörger.
Das tat auch der OTB II. „Das war ganz wichtig, auch für das Spielverhältnis“, erklärte Mathis Kohne nach dem 8:2, bei dem er und Nico Schulz im Doppel das 1:1 zugelassen hatten, obwohl sie mit 2:1 Sätzen und 8:2 geführt hatten. Das rächte sich aber nicht, da alle Oldenburger im Einzel überzeugten. Andy Römhild, Kohne und Bastian Meyer punkteten doppelt, Schulz gewann ein Duell. „Noch haben wir nichts erreicht, wir sind ja immer noch nur Achter. Aber wir haben weiter die Chance auf den Klassenerhalt“, stellte Kohne erleichtert fest.
