Hude/Hundsmühlen - Die Spannung spitzt sich in der Tischtennis-Verbandsliga zu: Nach einem erfolgreichen Wochenende hegt der TV Hude II plötzlich Titelträume. Schützenhilfe erhielt die Oberliga-Reserve sogar von der eigenen dritten Mannschaft. Dagegen waren die Teams des Hundsmühler TV in der Verbands- und Landesliga sieglos.
Männer-Verbandsliga
FC Hambergen - TV Hude III 9:1. Den Auftritt beim Tabellenvorletzten hatte sich der Aufsteiger aus Hude ganz anders vorgestellt. Der hervorragend agierende Abstiegsanwärter kaufte den Gästen von Beginn an den Schneid ab und lag zwischendurch sogar mit 8:0 vorn. Erst dann glückte Julian Meißner ein 11:9 im Entscheidungssatz gegen Pascal Mogalle. Zwar hatte der Turnverein hier und da auch Pech, aber insgesamt lief das Duell irgendwie an dem Tabellenfünften vorbei.
„Wir haben einen absoluten Kaltstart erwischt. Da lief irgendwie nichts für uns“, bilanzierte Meißner. „Danach waren wir auch nicht allzu motiviert, noch nach Sittensen zu fahren.“ Etwa 50 Kilometer musste der Huder Tross am Samstag im Anschluss an die Klatsche in Hambergen auf sich nehmen, um ausgerechnet mit dem zu dem Zeitpunkt noch auf dem ersten Platz liegenden Topteam die Klingen zu kreuzen.
Telegramm: Spiewack/Burmester - Jacob Martin/Piper 3:0, Siemer/Mogalle - Imig/Stüber 3:0, Raudszus/Tietjen - Julian Meißner/Gerken 3:1, Spiewack - Stüber 3:0, Burmester - Imig 3:1, Siemer - Piper 3:2, Raudszus - Jacob Martin 3:2, Tietjen - Gerken 3:2, Mogalle - Julian Meißner 2:3, Spiewack - Imig 3:1
VfL Sittensen - TV Hude III 6:9. Ebenso überraschend wie Hude III in Hambergen unter die Räder kam, ging wenig später der Vergleich mit dem Tabellenführer über die Bühne. Die Huder kamen wie verwandelt zurück und stahlen den Hausherren mit einer sehr guten Darbietung die Show. Nicht nur das: Hudes Dritte stürzte den Gegner sogar vom Liga-Thron.
„Wenn man vorher gegen den Vorletzten 1:9 verliert, kann man gegen den Tabellenführer natürlich nicht viel erwarten“, sagte Meißner. Es war allerdings so, dass Sittensen auf seine drei besten Akteure verzichten musste. Hude nutzte das konsequent aus, führte 2:1 nach den Doppeln und nach den ersten drei Einzeln sogar mit 5:1. Die Butter ließen sich die Gäste danach nicht mehr vom Brot nehmen und leisteten der eigenen zweiten Mannschaft wertvolle Schützenhilfe.
„Das war eine super Teamleistung, jeder hat etwas zu diesem Auswärtssieg beigetragen“, freute sich Meißner über den Überraschungscoup vor den Toren Hamburgs. Jacob Martin/Tom Piper, Meißner/Patrick Gerken, Christopher Imig, Marco Stüber, Jacob Martin sowie Meißner und Gerken (2) machten den Sieg nach etwas mehr als vier Stunden Spieldauer perfekt.
Telegramm: Heimbrock/Slodczyk - Jacob Martin/Piper 1:3, Rathmann/Schweneker - Imig/Stüber 3:0, Mieschendahl/Voß - Julian Meißner/Gerken 1:3, Rathmann - Stüber 0:3, Heimbrock - Imig 2:3, Mieschendahl - Piper 1:3, Schweneker - Jacob Martin 3:0, Voß - Gerken 0:3, Slodczyk - Julian Meißner 2:3, Rathmann - Imig 3:0, Heimbrock - Stüber 3:1, Mieschendahl - Jacob Martin 2:3, Schweneker - Piper 3:1, Voß - Julian Meißner 3:0, Slodczyk - Gerken 1:3
TV Hude II - Hundsmühler TV 9:3. Die Gäste mussten in dem Verfolgerduell mit Marek Janssen und Johannes Siepker zwei wichtige Leistungsträger ersetzen. Das Fehlen des Duos, das in der Rückrunde im mittleren Paarkreuz insgesamt eine 11:1-Einzelbilanz aufweist, konnte der HTV qualitativ nicht auffangen.
Mit dem TV Hude II auf Aufstiegskurs: Finn Oestmann
„Wegen der personellen Schwierigkeiten hätten wir das Spiel lieber verlegt, das ging aber anscheinend nicht“, erklärte Janssen. „Wir haben versucht, einen anderen Termin zu finden, um Hundsmühlen entgegenzukommen, das ist im Endeffekt leider gescheitert“, sagte Hudes Marc Engels dazu. Engels selbst konnte aus beruflichen Gründen für die TVH-Reserve auch nicht auflaufen. Allerdings konnte sein Team dennoch nahezu in Bestbesetzung antreten und war somit in dem Landkreis-Derby zwischen dem Tabellenzweiten- und dritten in der klaren Favoritenrolle.
Hude dominierte die Partie von Beginn an und eilte auf 4:0 davon. Beim HTV wirkten sich die beiden knappen Fünfsatzpleiten vom Doppel Mathis Albers/Alexander Wreden und Albers gegen Uwe Schmitt aus. Eine Aufholjagd gegen den Landkreisrivalen konnten die Gäste nicht mehr starten. Somit blieb es bei den Siegen von Uhing, der sowohl Joshua Martin als auch Schmitt in die Knie zwang, und René Clauß. Für die Hausherren gewannen Schmitt/Moritz Marks, Joshua Martin/Finn Oestmann, Dietmar Scherf/Christopher Imig, Schmitt, Joshua Martin, Oestmann (2), Scherf und Imig.
„Für uns ist das Wochenende sehr gut gelaufen“, weiß Engels. „Vielleicht können wir sogar noch den ersten Platz erzielen und direkt in die Oberliga aufsteigen.“ Mit 22:8 Punkten ist der TVH aktuell Erster, hat jedoch zwei Minuspunkte mehr als Sittensen (20:6). Celle II (17:9) ist vor dem HTV (17:11) Dritter.
Telegramm: Schmitt/Marks - Albers/Wreden 3:2, Joshua Martin/Oestmann - Uhing/Clauß 3:0, Scherf/Imig - Hellhoff/Kathmann 3:0, Schmitt - Albers 3:2, Joshua Martin - Uhing 2:3, Oestmann - Hellhoff 3:0, Marks - Clauß 1:3, Scherf - Kathmann 3:2, Imig - Wreden 3:1, Schmitt - Uhing 1:3, Joshua Martin - Albers 3:1, Oestmann - Clauß 3:1
Männer-Landesliga
Hundsmühler TV II - SF Oesede II 4:9. Im Kellerduell schaffte es der HTV nicht, die Zähler in der eigenen Halle zu behalten. Der Rückstand auf den Relegationsplatz ist damit auf fünf Punkte angewachsen. Der Gang in die Bezirksoberliga Nord ist kaum noch abwendbar. Gegen Oesede siegten André Meyer/Alexander Wreden, Philipp Plewa, Felix Hellhoff und Wreden.
Telegramm: Plewa/Hellhoff - N. Koch-Hartke/Greve 2:3, Neyer/Wreden - Kalinowski/Wittmann 3:2, Lippert/Nguyen - Lübbers/M. Koch-Hartke 1:3, Meyer - Wittmann 2:3, Plewa - Kalinowski 3:0, Hellhoff - Lübbers 3:1, Lippert - N. Koch-Hartke 2:3, Nguyen - M. Koch-Hartke 2:3, Wreden - Greve 3:2, Meyer - Kalinowski 0:3, Plewa - Wittmann 0:3, Hellhoff - N. Koch-Hartke 2:3, Lippert - Lübbers 0:3
