Oldenburg - Die Endspiele können beginnen. Mit inspirierenden Vorstellungen ist das ProB-Team der Baskets Akademie/OTB ins Finale der drittklassigen Basketball-Liga gestürmt und ließ auf dem Weg durch die Playoffs Würzburg, Weißenhorn und Rostock links liegen. An diesem Sonnabend (19 Uhr, Sporthalle Haarenufer) steigt die erste Finalpaarung gegen Rist Wedel. Das Rückspiel findet am kommenden Sonnabend, 2. Mai, in Wedel statt. Die Ergebnisse der beiden Partien werden zusammengerechnet und ergeben den neuen Champion.
Dass der Meister wie im Vorjahr aus Oldenburg kommen soll, ist inzwischen klare Zielsetzung. Die Auswahl von Trainer Christian Held pflügte bisher durch die Playoffs und gab noch kein Spiel verloren. „Jetzt wollen wir auch den Titel gewinnen”, formuliert Held, der die Mannschaft erst vor vier Wochen von Mladen Drijencic übernommen hatte, den gesteigerten Anspruch im Verein.
Nachdem zum Ende der vergangenen Saison zahlreiche Leistungsträger den Club verlassen hatten, war eine solche Entwicklung nicht zu erwarten. Doch Drijencic und Held formten aus jungen Talenten wie Junioren-Nationalspieler Jan Niklas Wimberg und den Routiniers Preston Wynne und Kai Hänig ein funktionierendes Kollektiv. Die Hauptrunde endete auf Rang drei, in der Meisterrunde waren die Oldenburger bisher nicht aufzuhalten.
Mit Wedel verbinden die „Akademiker” beste Erinnerungen aus dem Vorjahr. In einer dramatischen Halbfinalserie setzte sich der spätere Meister im entscheidenden dritten Aufeinandertreffen in Schleswig-Holstein durch und zog ins Finale ein. In der regulären Saison, welche Rist im Norden auf dem zweiten Rang abgeschlossen hatte, gewannen beide Kontrahenten ihre Heimspiele. Am Sonnabend werden die Gäste in Oldenburg von zahlreichen Anhängern unterstützt.
Augenfälligster Akteur der Pinneberger ist seit 2013 der pfeilschnelle US-Aufbauspieler Diante Watkins (21,2 Punkte/6,8 Assists pro Spiel). Der 1,72 Meter große Guard gehört zwar zu den kleinsten Akteuren auf dem Spielfeld, macht dies aber durch enorme Geschwindigkeit und ein gewaltiges Sortiment an Ballfertigkeiten wett. „Ihn müssen wir kontrollieren”, fordert Held von seinem Team: „Wir dürfen ihn nicht für sich und seine Mitspieler kreieren lassen. Dann ist auch eine Erfolgsgeschichte wie im Vorjahr möglich.“
