Elsfleth - „Das ist ein schöner Saisonabschluss, gegen so eine Top-Mannschaft zu spielen.“ Ulrich Adami, Trainer der Oberliga-Handballer des Elsflether TB, fiebert der Partie am Sonnabend um 19.30 Uhr gegen ATSV Habenhausen entgegen. Die Bremer könnten in der Elsflether Stadthalle ihr Meisterstück machen, bräuchten dazu aber mindestens einen Punkt. Der ETB wiederum könnte noch den TV Neerstedt vom vierten Platz verdrängen.
Die Elsflether haben mittlerweile Erfahrung damit, entscheidend in den Meisterschaftskampf einzugreifen. Im vorigen Jahr knöpften sie der HSG Barnstorf/Diepholz im vorletzten Saisonspiel beim 31:31-Unentschieden einen Punkt ab. Genau dieser eine Punkt fehlte der HSG am Ende – die SG Achim-Baden holte den Titel und stieg in die Dritte Liga auf.
Entscheidendes Spiel
Diesmal könnte sich das Blatt wenden. Habenhausen ist Erster mit 46:4 Punkten, Barnstorf/Diepholz folgt mit 44:6 Zählern und dem besseren Torverhältnis. Die HSG wird sich zeitgleich in Schwanewede sicher keine Blöße geben, so dass die Partie in Elsfleth eine alles entscheidende Bedeutung nach einer langen Saison hat.
Ulrich Adami hat viel Respekt vor dem ATSV. „Die Habenhauser haben gute Außen, einen guten Rückraum, ein tolles Kreisläuferspiel und zudem gute Torhüter“, sagt der ETB-Coach. Außerdem spiele Habenhausen mit viel Tempo und lege ein gutes Rückzugsverhalten an den Tag. Auf gut Deutsch heißt das: Adami sieht kaum Schwächen beim letzten Saison-Gegner.
Aber Adami wäre nicht er selbst, wenn er nicht doch einen Sieg anstreben würde. „Wenn der ATSV gewinnen will, muss er besser sein als wir. Und dann hätte er es auch verdient“, so Adami. Sein Team werde aber alles daran setzen, dem Favoriten ein Bein zu stellen. Für die Elsflether steht ja auch noch der vierte Platz im Raum. Der direkte Konkurrent TV Neerstedt hat immerhin noch eine schwere Auswärtspartie beim Dritten TSV Bremervörde zu bestreiten. „Das wird sicherlich kein Larifari-Spiel. Für Habenhausen und für uns geht es noch um viel“, sagt Adami.
Mithalten können die Elsflether auf jeden Fall – wie das Hinspiel bewies. In der Hinni-Schwenker-Halle fiel die Entscheidung erst kurz vor dem Ende. Der ATSV gewann zwar knapp mit 24:22, Elsfleth bot aber toll Paroli und stand dicht vor einer Punkteteilung. „Wir müssen Sonnabend aber wieder 110 Prozent geben, um erneut dagegenhalten zu können“, so Adami. Fehlen werden ihm bei diesem Unterfangen allerdings Thorben Klostermann (privat) und Robert Mohr (verletzt).
Dritte Halbzeit
„Für die Zuschauer könnte dieses Spiel ein schöner Anlass sein, sich das mal anzugucken“, sagt Adami. Auch die dritte Halbzeit dürfte amüsant werden. Die Erste Herren sowie der Förderverein laden nach der Begegnung alle Handballbegeisterten zu einem netten Zusammentreffen ein.
