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Rekord In Tossens Drachenfest lockt mehr als 18.000 Besucher an Friesenstrand

Rolf Bultmann

Tossens - Kurdirektor Robert Kowitz strahlte mit der Sonne um die Wette: Ein Bilderbuchwetter sowie rund 200 Drachensportler aus Deutschland und den Niederlanden lockten am Pfingstwochenende rund 18.200 Besucher an den Tossenser Friesenstrand – ein neuer Rekord. Das dreitägige 25. Drachen- und Zirkusfest der Tourismus-Servicegesellschaft Butjadingen (TSB) wurde damit zu seinem Jubiläum ein absoluter Höhepunkt im Veranstaltungskalender der Nordseebädergemeinde.

An der Kapazitätsgrenze

„Am Sonntag haben wir unsere Kapazitätsgrenzen erreicht“, berichtete TSB-Geschäftsführer Robert Kowitz. Vor den Kassen bildeten sich lange Schlangen, so dass zusätzliche Möglichkeiten für einen Zutritt zum Veranstaltungskalender geschaffen werden mussten. Neben vielen der auf der grünen Halbinsel über die Pfingsttage weilenden Urlauber waren auch etliche Besucher aus der Region nach Tossens gekommen. Für sie war eine große Parkfläche auf einer Wiese neben dem Parkplatz unterhalb der Tossenser Strandhalle eingerichtet worden.

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Zum Jubiläum präsentierten die Drachensportler nicht nur einige Neuheiten unter den meist selbst entworfenen und gebauten Fluggeräten unterschiedlichster Formen und Größen, sondern auch einen der weltweit größten Drachen. Der Mega-Ray mit einer Spannweite von 48 Metern und einer Körperlänge von 75 Metern hatte es in den 1990er-Jahren zu einem Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft.

Das aus rund 1800 Quadratmetern Spinacker erbaute, rund 200 Kilogramm schwere Fluggerät mit einem Windeinlassdurchmesser von 8 Metern startete seine beiden erfolgreichen Flugversuche am Samstag und Sonntag jedoch nicht am Friesenstrand, sondern auf einer Wiese vor dem Deich. Befestigt wurde der Mega-Ray an einem Lkw.

Zu den Höhepunkten des Drachen- und Zirkusfestes gehörten erneut die Flugschauen auf der Aktionswiese. Dabei präsentierten Drachensportler aus Bremerhaven, Paderborn, Berlin und den Niederlanden atemberaubende Choreografien mit ihren Lenkdrachen, teils als Solisten, aber auch als Teamformation. Die Gecko-Gang aus Syke ließ ihre im chinesischen Weifang hergestellten originalen Tausendfüßler aufsteigen.

Das beeindruckende Schauspiel wurde mit der Nachtflugshow am späten Sonntagabend, bei der einige Tausend Besucher den Deich als Tribüne nutzten, durch die in und an den Drachen montierten LED-Leuchten noch überboten. Die Flugshows wurden von Robert Kirsch von den Drachenflieger-Freunden Aufwind aus Berlin sehr fachmännisch mit vielen Informationen über die Fluggeräte und den Drachensport kommentiert.

Gemeinsamen mit Uwe Schwettmann vom Oldenburger Kulturbüro Nord, dem Organisator des Drachen- und Zirkusfestes, war Robert Kirsch auch für die Moderation der Veranstaltung zuständig.

Erlös für die Kinderhilfe

Nutznießer des Drachen- und Zirkusfestes war erstmalig auch der Verein Kinderhilfe Butjadingen. Anlässlich des Jubiläums hatten für eine Versteigerung etliche Drachensportler Fluggeräte und Zubehör sowie sogar silberne und goldene Ohrringe in Drachenform gespendet. Von der TSB kamen Gutscheine für die Spielscheune und die Nordseelagune in Burhave dazu. Insgesamt 1000 Euro konnte der als Auktionator fungierende Jürgen van Almelo vom Nordhorn Kite-Team den Besuchern und auch den Drachenfliegern entlocken. Darüber freute sich Kinderhilfe-Vorsitzende Christa Thaden.

Artistik und Akrobatik gab es aber nicht nur in der Luft, sondern auch am Boden. Mitglieder des Mitmachzirkusse Rasch und Radieschen sowie der Zirkusschule Seifenblase studierten mit den Kindern kleine Kunststücke ein, die sie dann bei einer Abschlussvorstellung in der Manege des großen Zirkuszeltes vor voll besetzten Tribünen ihren Eltern und Freunden präsentierten. Die Spielefeierwehr aus Oldenburg lud mit ihrer Kreativbaustelle zum grenzenlosen Spielespaß ein, was auch reichlich genutzt wurde.

Beach-Soccer- und Watt-Fußball-Turniere, Piratenschatzsuche, Indianer-Watt-abenteuer und Beachparty, veranstaltete vom Animax-Team der TSB, sorgten für ein maritimes Flair des Drachen- und Zirkusfestes. Wem es dabei zu heiß geworden war, konnte sich dank des Hochwassers am Nachmittag ein wenig abkühlen. Sowohl auf der Strandpromenade als auch auf der Gastro- und Flaniermeile auf dem Veranstaltungsgelände gab es zeitweise kein Durchkommen mehr.

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