Cloppenburg/Friesoythe - Die Ergebnisse beim Saisonabschluss in der Handball-Weser-Ems-Liga spielten eine untergeordnete Rolle. Für die Trainer des TV Cloppenburg II und der HSG Friesoythe hieß es Abschied nehmen.

TV Cloppenburg II - RW Damme 45:31 (24:16). Für beide Seiten ging es um nichts mehr – außer um den Spaß am Handball. Der Vizemeister und Aufsteiger trat in Bestbesetzung an, sorgte schnell für klare Verhältnisse und ließ Mitte der ersten Halbzeit beim 18:10 keine Zweifel am 20. Saisonsieg aufkommen.

Wesentlich emotionaler ging es rund um die Partie zu, galt es doch, Trainer Markus Gabler und Co-Trainer Kim Pansing vor dem Spiel im internen Kreis durch den Vorstand zu verabschieden. Später, nachdem zusammen mit den Gästen das DFB-Pokalfinale geschaut wurde, traf sich die Erfolgsmannschaft mit Anhang zum Abschiedsessen. „Da sind doch viele Erinnerungen hochgekommen, ist die eine oder andere Träne geflossen“, gab Gabler zu. So hielt sein Nachfolger als Trainer, Torsten Burhorst, mit dem Gabler sieben Jahre lang zusammengearbeitet hatte, eine tolle Abschiedsrede.

Nach der Saison ist vor der Saison. So kehrt bekanntlich Jonas Kettmann zur TVC-Reserve zurück, kommt mit Marius Feldhaus (TSV Quakenbrück) ein Spielmacher hinzu. Nachwuchsspieler Steffen Frerichs und Hermann Thye werden zum Kader gehören, aus der Dritten werden Günter Pister und Torwart Michael Debbeler ebenfalls den Landesligisten verstärken.

TVC II: Frese, Wilhelm - Heyer (5), Schulmann, Westendorf (5), Pohlmann (4), Burhorst (4/1), Koopmeiners (7), Wolkow (5), Pansing (10/3), Frerichs (1), Bärlein (2), N. Neunzig (1), Thye (1).

TV Bissendorf/Holte II - HSG Friesoythe 33:31 (13:21). Nur mit Mini-Aufgebot – Jomas Alberding (Urlaub) und Christoph Tiedeken (Schulterprobleme) fehlten neben den länger verletzten Akteuren auch noch – reiste der Neuling an. Im ersten Abschnitt drehte das Team um Nils Albers (14 Treffer) auf, führte verdient mit 21:13, ehe im zweiten Abschnitt dann doch die Luft ausging, zumal auf der halbrechten Position die Alternativen fehlte. So kam der Tabellendritte doch noch zum Sieg.

„Es war ein schöner Abschluss in einem fairen Spiel“, sagte Johannes Grumbd, der das Traineramt an einen alten Bekannten weiterreicht. Günter Witte, Mitbegründer der HSG Friesoythe und in zahlreichen Mannschaften als Trainer aktiv, kehrt nach zwei Jahren Pause zurück. Die meisten Spieler des jungen Kaders hat er damals betreut, aber auch „Oldie“ Heiner Robbers wurde von ihm trainiert. So ist ein problemloser Übergang bestens gewährleistet, wobei der Kader zusammenbleibt. Verstärkungen werden wohl ausschließlich aus dem Nachwuchsbereich kommen, wobei Torwart Philip Fründt, der sogar noch in der B-Jugend gespielt hat, und Jan Kühn schon in dieser Saison ausgeholfen haben.

HSG: Fründt - Robbers (8), Backhaus (3), N. Albers (14), Witte, Kulle, Krause (2), Binder, Laskowski (2), Paul (2).