Oldenburg - Die Krise hält an: Der VfB Oldenburg hat am Sonntagnachmittag in der 3. Fußball-Liga auch gegen den MSV Duisburg verloren, damit die vierte Niederlage in Folge kassiert und ist das seibst Mal in Serie sieglos geblieben. Beim 2:3 (1:3) gegen die „Zebras“ stimmte Kampf und Einstellung, zu einfach kassierte Gegentore waren aber erneut ausschlaggebend für die Pleite. Das sind die Reaktionen:

Dario Fossi (VfB-Trainer): „Wir arbeiten jede Woche super akribisch, jeder hier im Verein und unser Team. Wir sind in jedem Spiel da, zeigen charakterlich, dass die Mannschaft nicht tot ist. Uns killen die individuellen Fehler, die wir permanent in jedem Spiel haben. Das Spiel heute ist ein umkämpftes Spiel, beide haben keine klaren Torchancen. Dann machen wir einen individuellen Fehler bei einem Einwurf, der kann sich einfach mit dem Ball drehen und schießen – das geht so nicht. Beim zweiten Gegentor muss man die Qualität des Gegners anerkennen, das kann ich akzeptieren. Wir sind aber sofort wieder da, wir wollen unbedingt den Bock umstoßen – und dann kriegen wir mit dem dritten individuellen Fehler das dritte Gegentor. Wir haben vieles angesprochen in der Halbzeit und sehen dann eine Mannschaft, die nicht tot ist. Ich bin stolz auf dieses Team. Wir machen das 2:3 und haben noch die Chance auf das 3:3. Ich bin froh zu sehen, dass die Mannschaft für mich, für uns, für sich selbst kämpft. Aber wir müssen aufhören, kleine Fehler so groß zu machen, dass wir Gegentore fressen.“

Fossi zur Trainerfrage: „Ich bin ein sehr reflektierter, charakterstarker Mensch. Ich verschwende meine Energie nicht in diesen Punkt. Ich mache meinen Job, so gut es geht. Ich kenne die Mechanismen. Es gibt Vereine, die hätten einen Trainer schon viel eher rausgeschmissen. Ich muss meine Energie in meine Mannschaft stecken und nicht in diesen Part.

Fossi über Mutmacher: „Wir liegen drei Punkte hinter einem Abstiegsplatz und die Mannschaft gibt sich nie auf. Wir werden totgeredet. Wir haben noch 13 Spieltage, es sind drei Punkte. Ich sehe das nicht so schwarz. Die aktuelle Lage brauchen wir nicht schönreden. Aber wir sind da. Das sind keine Durchhalteparolen, das ist Fakt.“

Spielbericht
Viele verbissene Zweikämpfe gab es zwischen Oldenburgs Manfred Starke (links) sowie Patrick Möschl mit den Duisburgern um Benjamin Girth.

TRAINER FOSSI VOR DEM AUS? 2:3 – VfB Oldenburg verliert auch gegen Duisburg

Lars Blancke Wolfgang Wittig
Oldenburg

Orhan Ademi (VfB-Stürmer): „Wir haben uns sehr viel vorgenommen und wollten das Spiel gewinnen, aber letztlich stehen wir wieder ohne Punkte da. Duisburg schießt dreimal aufs Tor und erzielt drei Tore. Das ist für den Gegner zu einfach. Wir stellen uns in manchen Situationen zu blöd an. Das müssen wir abstellen, sonst wird es sehr, sehr eng. Wir wissen, dass es schwierig wird, aber es ist noch alles drin. Wir werden alles dran setzen, um die nächsten Spiele zu gewinnen. Ich kann aus meiner Sicht nur sagen, dass der Trainer seine Arbeit gut macht. Letztlich müssen wir das auf dem Platz umsetzen. Ich glaube schon, dass er der richtige Trainer ist. Wir müssen einfach alle zusammenhalten und gemeinsam Gas geben.“

Marcel Appiah (VfB-Abwehrchef): „Ich glaube, es war heute schwierig, dem Rückstand hinterher zu laufen. Die Gegentore fallen gleich mit den ersten Chancen für den Gegner. An sich waren wir nicht schlecht im Spiel drin gewesen. In der zweiten Halbzeit haben wir gezeigt, dass wir sie gut bespielen können. Wir haben unsere Chancen, kommen oft aber zu spät an den Ball. Die Trainerdiskussion in der Woche hat uns in keiner Zeit beeinflusst. Die Mannschaft steht hinter dem Trainer.“

Max Wegner (VfB-Kapitän): „In der letzten Viertelstunde war der Druck weg und da ging es dann auf einmal. Da waren wir plötzlich wieder die Mannschaft, die man kennt. Mutig, Bälle reingespielt. Leider eben zu spät. Ich glaube schon, dass wir alle so gespielt haben, dass wir den Trainer behalten wollen. Es ist natürlich schwer, wenn du jedesmal einem Rückstand hinterher läufst.“

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Lars Blancke
Lars Blancke Sportredaktion