Hude - Wenn die Frauen der HSG Hude/Falkenburg an diesem Sonnabend ab 17.30 Uhr beim TV Bohmte auflaufen, sind die Rollen klar verteilt: Die Gastgeberinnen belegen in der Handball-Oberliga den vorletzten Platz, die HSG ist als Zweiter ärgster Verfolger von Spitzenreiter VfL Stade. Dennoch will Trainer Werner Rohlfs nicht von einem Selbstläufer sprechen: „Bohmte hat in eigener Halle durchaus respektable Ergebnisse erzielt. Mir reichen schon zwei Punkte.“
Beim 32:16-Erfolg im Hinspiel habe die Abwehr gut gestanden, der TV sei da noch schwach im Rückraum aufgestellt gewesen. Doch das habe sich inzwischen geändert, wie auch kürzlich der 25:17-Sieg gegen den VfL Oldenburg III gezeigt hat. Es war erst der zweite Erfolg der Bohmterinnen in dieser Saison.
„Wenn wir unsere normale Form abrufen und den Gegner nicht unterschätzen, sollte uns ein Sieg gelingen. Aber im Sport weiß man ja nie“, mahnt Rohlfs zur Vorsicht. Verzichten muss er auf Saskia Petersen, die studienbedingt nicht mit in den Osnabrücker Landkreis fährt.
Auch Desiree Görzel wird wohl nicht zum Einsatz kommen. Die Kreisläuferin wurde nach dem Hinspiel von einer Bohmter Spielerin wegen angeblicher Körperverletzung angezeigt. Die TV-Akteurin hatte sich einen Nasenbeinbruch zugezogen. „Dieses Vorgehen ist absolut lächerlich“, wertete Rohlfs die Entscheidung damals (die NWZ berichtete).
