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NWZonline.de Sport

Skilanglauf: Trainer tobt nach Sturz-Drama

20.02.2014

Sotschi Ein Sturz-Drama um Tim Tscharnke hat den deutschen Langläufern die mögliche Goldmedaille im olympischen Teamsprint gekostet. Der 24-Jährige kollidierte im Kampf um Platz eins 300 Meter vor dem Ziel mit dem Finnen Sami Jauhojaervi und landete im Schnee. Jauhojaervi stürmte zu Gold, Tscharnke, den Teamkollege Hannes Dotzler in Führung liegend auf die Schlussrunde geschickt hatte, schlich wie ein Häufchen Elend als Siebter über die Ziellinie. „Das ist so bitter“, sagte Dotzler.

Das deutsche Team legte nach Rennende Protest ein, dieser wurde aber abgewiesen. „Ich ärgere mich maßlos und bin enttäuscht von der Jury. Das ist eine unfaire Entscheidung“, kritisierte Bundestrainer Frank Ullrich.

Beim Weltcup im Vorjahr an gleicher Stätte hatte es eine ähnliche Situation gegeben – nur mit umgekehrten Vorzeichen. „Damals wurden wir disqualifiziert, und diese Szene war lange nicht so deutlich wie heute“, schimpfte Ullrich. Auf einen erneuten Einspruch verzichtet der Deutsche Skiverband (DSV), da die Medaille ohnehin verloren ist. Selbst bei einer Disqualifikation der siegreichen Finnen, wäre Deutschland nur auf Rang sechs vorgerückt.

„Einfach Mist, richtig blöd. Das war eine sichere Medaille. Der Finne hat meine Spur gekreuzt, ich konnte dann einfach nicht ausweichen“, sagte Tscharnke, der nach seinem Sturz vor lauter Enttäuschung lange liegen geblieben war: „Hätte ich gewusst, dass wir so viel Vorsprung haben, hätte ich mir beim Aufstehen mehr Mühe gegeben. Ich hatte mich verhakt und war total müde.“

Die Sturzszene, in der der Finne die Spur wechselte und Tscharnke vor die Ski fuhr, wurde heftig diskutiert. Tscharnke, der sich dabei eine Wunde am linken Unterschenkel zuzog, hätte allerdings durchaus noch Luft gehabt, um seinem Konkurrenten auszuweichen.

„Das ist im ersten Moment natürlich ganz bitter. Der Frust ist groß“, bekannte Dotzler. Den Sturz seines Lauf-Partners hatte er nicht gesehen. „Ich habe nur ein Raunen gehört und gedacht, da hat es jemanden erwischt. Als die anderen beiden auf die Zielgerade kamen, wusste ich, dass es Tim getroffen hat“, berichtete Dotzler.

Zuvor waren Denise Herrmann und Steffi Böhler bei den Frauen undankbare Vierte geworden nachdem sie bis zur Zielgeraden auf Bronzekurs gelegen hatten. Gold sicherte sich Norwegens Superstar Marit Björgen an der Seite von Ingvild Östberg.

„Ich finde, wir haben den vierten Platz gewonnen und nicht Bronze verloren“, sagte Böhler: „Denise hat in der ganzen Weltcup-Saison bislang eine starke Form bewiesen. Dass ihr jetzt die Körner ausgehen, ist total menschlich. Sie hatte sich vorgenommen, dass es diesmal auf der Zielgeraden anders läuft als vorher. Von daher ist es jetzt hart für sie.“

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