Oldenburg/Lorient - Voraussichtlich am Samstagnachmittag wird der Sieger der Transatlantik-Regatta „Retour à La Base“ den Zielhafen Lorient in Frankreich erreichen. Am Freitagmittag lag der französische Segler Yoann Richomme deutlich in Führung und hatte noch rund 500 Seemeilen (ca. 920 Kilometer) zu absolvieren. Das Rennen war am 30. November auf der Karibikinsel Martinique gestartet worden.

Der aus Oldenburg stammende Boris Herrmann lag am Freitag mit rund 300 Seemeilen Rückstand auf Richomme auf dem vierten Platz. Herrmann wird mit der „Malizia - Seaexplorer“ voraussichtlich am Sonntag Lorient erreichen.

Boris Herrmann (links) und Will Harris waren zusammen von Frankreich in die Karibik gesegelt. Nun bringt Herrmann das Boot allein zurück nach Europa.

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Hauke Richters
Oldenburg

In den vergangenen Tagen hatte der 42-Jährige mit mehreren Problemen zu kämpfen gehabt. Unter anderem hatte er Schwierigkeiten, den Motor zu starten. Die Motoren der Rennyachten werden bei Regatten nicht für den Vortrieb, sondern manchmal zur Energie-Erzeugung für die Systeme an Bord eingesetzt. Das ist beispielsweise der Fall, wenn die Solarpanels wegen Dunkelheit nicht genutzt werden oder die Hydro-Generatoren wegen zu großer Geschwindigkeiten nicht arbeiten können.

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Das Rennen hatte mit 31 Booten begonnen. Der Franzose Jean Le Cam war dafür mit seinem Boot nicht rechtzeitig fertig geworden. Er brach erst am Mittwoch auf und vergrößerte so das Teilnehmerfeld auf nun 32 Yachten. Le Cam hat noch rund 3000 Seemeilen zurückzulegen.

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Hauke Richters Sportredaktion (Leitung)