Trento/Oldenburg - Die EWE Baskets Oldenburg zeigen in dieser Saison zwei Gesichter: Während es auf nationaler Ebene beim Basketball-Bundesligisten läuft, bekommt das Team von Trainer Mladen Drijencic im europäischen Wettbewerb einfach keinen Fuß auf den Boden. Auch im dritten Eurocup-Spiel mussten die Oldenburger eine Niederlage einstecken. Bei Dolomiti Trento unterlagen die Baskets am Mittwochabend mit 81:91 (43:47). Damit wird die Situation im europäischen Geschäft so langsam ungemütlich – denn nur die ersten vier Teams schaffen den Sprung in die nächste Runde.

Es dauerte etwas, bis die Baskets ihren Rhythmus vor 1822 Zuschauern in der Arena von Trento fanden. Doch dann fielen auch bei den Oldenburgern die ersten Würfe – der Bundesligist spielte in der Anfangsphase unaufgeregt und ließ den Ball geduldig durch die eigenen Reihen laufen. Nach vier Minuten glich das Drijencic-Team erstmals aus (12:12). Anschließend entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe. Mit einer knappen 24:23-Führung gingen die Baskets in die zweiten zehn Minuten.

Auch nach der Viertelpause blieb die Partie eng. Die Baskets spielten sich zwar einen kleinen Vorsprung heraus (37:34/15.), doch Trento glich beinahe im Gegenzug aus (37:37). Auffälligster Akteur in den ersten beiden Vierteln aufseiten der Oldenburger war Nathan Boothe. Den US-Amerikaner bekamen die Gastgeber nicht in den Griff. Boothe sammelte allein in der ersten Halbzeit zehn Punkte.

Obwohl die Oldenburger optisch die bessere Mannschaft waren, konnte sich das Team von Drijencic in den ersten 20 Minuten nicht entscheidend absetzen – was vor allem daran lag, dass die Baskets anders als die Italiener ihre Würfe jenseits der Dreierlinie nicht versenkten (4/15). Somit gingen die Gäste mit einem Vier-Punkte-Rückstand in die Pause (43:47).

Auch nach dem Seitenwechsel liefen die Baskets zunächst einem Rückstand hinterher (50:54/23.) – doch es blieb eine enge Kiste in Trento. Allerdings haderte Oldenburg weiterhin mit seiner Dreier-Quote (8/24). Den Baskets gelang es in den folgenden Minuten nicht, die Kontrolle über das Spiel zu erlangen und so ging es mit einem Rückstand von sechs Zählern ins Schlussviertel (63:69).

Im letzten Viertel war Trento schließlich abgezockter als die Oldenburger und erspielte sich die erste größere Führung in dieser Begegnung (78:68/35.). Nach einem unsportlichen Foul gegen Rasid Mahalbasic verwandelte Trento die anschließenden Freiwürfe. Damit war die Partie endgültig entschieden. Bester Werfer bei den Baskets war Boothe mit 20 Punkten.

Niklas Benter
Niklas Benter Sportredaktion