Bad Zwischenahn - Am Mittwochmorgen hatten auch viele Bad Zwischenahner noch mit Sorgen in die USA geblickt und sich gefragt, wie sich wohl die Beziehungen zwischen Europa und den Vereinigten Staaten künftig entwickeln werden.
Am Abend wurde in der Gemeinde dann schon wieder daran gearbeitet, dass sie auf lokaler Ebene und besonders mit den Partnern in Europa nicht schlechter und vielleicht sogar weiter ein bisschen besser werden.
Im Haus Brandstätter tagte der Partnerschaftsausschuss der Gemeinde. Und weil eine Partnerschaft nur funktioniert, wenn Menschen sie mit Leben erfüllen, ehrte Bürgermeister Arno Schilling drei Menschen, die in den vergangenen Jahrzehnten besonders die Partnerschaft mit Izegem in Belgien mit Leben erfüllt haben. Seit jeweils 25 Jahren beteiligen sich Peter Zeiske vom Männergesangverein Teutonia und Manfred Schmidt vom Orchester Bad Zwischenahn aktiv an der Partnerschaft. Zeiske hat sich sogar mehrfach mit dem Fahrrad in die belgische Partnergemeinde aufgemacht und auch schon Goluchow in Polen und Centerville in den Vereinigten Staaten besucht. 18 Jahre hat Holger Süsens vom TuS Ekern regelmäßig an den Fahrten nach Izegem teilgenommen. Jetzt will er zwar etwas kürzer treten, hat aber mit Bettina Jacobs gleich eine Nachfolgerin aus dem TuS Ekern in den Partnerschaftsausschuss mitgebracht.
Auch in weniger einfachen Zeiten sei es wichtig, die Partnerschaften aufrecht zu erhalten, so Bürgermeister Arno Schilling: „Die Verhältnisse er geben sich durch die persönlichen Beziehungen.“ Das gelte sowohl für die weniger intensive Partnerschaft mit Centerville als auch für die Freundschaften mit Polen und Belgien. Schließlich gebe es auch in Polen durchaus beunruhigende politische Entwicklungen und selbst in Izegem stelle mit der Flämischen Allianz eine Partei die Mehrheit, die für einen Löslösung von Belgien plädiere.
