TRIER - Die 470 Kilometer lange Fahrt an die Mosel hat sich für die EWE Baskets voll und ganz gelohnt. Nach drei Bundesliga-Niederlagen in Folge durften die Oldenburger Basketballer am Sonnabend dank einer engagierten Mannschaftsleistung mit dem 74:67 (46:35)-Erfolg bei der abstiegsbedrohten TBB Trier Selbstvertrauen tanken. Predrag Krunic war entsprechend zufrieden. „Es war wie immer sehr schwer in Trier. Das Spiel meiner Mannschaft hat mir gut gefallen, vor allem im zweiten Viertel haben wir offensiv sehr gut gespielt“, lobte der Trainer.
Dabei verschliefen die Baskets – fast schon typisch – die ersten Minuten. In der Folge führte Trier nach gerade mal zweieinhalb Minuten bereits mit 10:3, und Krunic nahm die erste Auszeit. Die Oldenburger kamen anschließend wie verwandelt aufs Parkett zurück. Miladin Perkovic versenkte bis zur Halbzeit bei sechs Versuchen fünf Dreier.
Gegen die Wurfgewalt aus der Distanz fand Trier kein wirksames Mittel. TBB-Trainer Yves Defraigne bezeichnete Oldenburgs Dreier-Würfen als „unglaublich und überragend“. Bis zur Pause fanden zehn der 15 Drei-Punkte-Würfe ihr Ziel. Die Baskets-Führung zur Halbzeit (46:35) war folgerichtig.
Der Pausentee allerdings hatte die falsche Mischung. Den Oldenburgern gelangen im dritten Viertel nur noch sieben Punkte. Trier fand mit aggressiver Verteidigung den Weg zurück ins Spiel und führte Ende des dritten Spielabschnitts mit 54:53. Josh Almanson, am Ende mit 16 Punkten bester Korbschütze der Gastgeber, war in dieser Phase von der Defensive der Baskets kaum zu bändigen.
Der letzte Spielabschnitt entwickelte sich zum Krimi. Die Führung wechselte beständig. In dieser Phase riss Jason Gardner das Spiel an sich: Der Regisseur spielte kluge Pässe, klaute in der Verteidigung den Trierern immer wieder den Ball und versenkte zur Krönung zwei Minuten vor Spielende einen Dreier zum 66:60.
Die Trierer erholten sich von diesem Schock nicht mehr. „Mit unserer Verteidigung bin ich sehr zufrieden. Wir haben gegen eine offensivstarke Mannschaft nur 67 Punkte kassiert“, sagte Krunic. „Es war ein schweres Spiel für uns nach der unglücklichen Niederlage gegen Ulm. Meine Mannschaft hat Charakter gezeigt.“
So durften am Ende die Oldenburger feiern. Rund 20 Fans waren mitgereist und hatten ihrem Team Weihnachtsmützen mitgebracht – zwar nicht in den aktuellen Farben, dafür in den Vereinsfarben Gelb-Blau. Rot-Weiß gab es dafür anschließend für die Baskets. Der Trainer belohnte sein Team mit einem Zwischenstopp bei einer bekannten Schnellimbiss-Kette.
