Jeddeloh I - Das Modellflugzeug „Gerääte Killer“ von Jan Willms aus Aurich machte seinem Namen alle Ehre. Als der Hobbypilot seine Maschine am Sonntag im Rahmen des Freundschaftstreffens des Modellsport-Clubs Oldenburg-Edewecht am Jückenweg in Jeddeloh I fliegen ließ, verlor es den Motor und stürzte ab. „Es gab eine Außenlandung ohne Motor“, kommentierte Willms ironisch das Missgeschick.
Er nahm die Sache recht leicht. „Das ist schnell wieder zusammengebaut“, erklärte er. Der Auricher gehörte zu den wenigen, die am Sonntag überhaupt ihre Modelle starteten. Zum Teil kräftige Regenschauer sorgten dafür, dass das Freundschaftstreffen am Sonntag eher beendet wurde als geplant.
Erfahrungen austauschen
Trotzdem war Olaf Wittje, 1. Vorsitzender des Modellsport-Clubs, mit dem Verlauf der zweitägigen Veranstaltung insgesamt sehr zufrieden. Der Verein, der an dem Wochenende sein 55-jähriges Bestehen feierte, konnte so viele aktive Gäste wie noch nie begrüßen. Fast 60 Campingwagen und Zelte füllten den dafür hergerichteten Platz, wobei die Teilnehmer aus dem nord- und westdeutschen Raum sowie den angrenzenden Niederlanden kamen.
Ein besonderes Programm hatten die Verantwortlichen für das Wochenende nicht vorbereitet gehabt: Nicht die Präsentation der Flugzeug- und Hubschrauber-Modelle standen im Mittelpunkt, sondern der Erfahrungsaustausch und das gemütliche Beisammensein.
Das schätzte besonders Willie Scholte aus Veendam (Niederlande). „Ich komme bestimmt schon seit 25 Jahren hierher“, sagte der fast 80-Jährige. Dieses Mal hatte er sechs Maschinen mitgebracht, die er am Sonnabend aufsteigen ließ. „Ich freue mich immer sehr, meine deutschen Freunde hier zu treffen“, führte er weiter aus. Auf das Wetter am Sonntag angesprochen, entgegnete er nur lapidar: „Man kann nicht alles haben.“
Spaß im Vordergrund
Ähnlich locker nahm es Ralf Köhler aus Kirchhatten. Er hatte den Nachbau einer „Extra 330 SC“ mitgebracht, ließ sie aber auch nur am Sonnabend steigen. „Es war ein entspanntes Wochenende. Im Mittelpunkt steht der Spaß und der Austausch mit den Kollegen.“ Obwohl sich viele bereits am Sonntagmittag auf den Weg machten, blieben andere, um in Ruhe zu Mittag zu essen und sich zu unterhalten. Diese Wohlfühlatmosphäre wollten einige, zur Freude von Olaf Wittje, nicht so schnell verlassen.
