Neerstedt/Sandkrug - Vor lösbaren Aufgaben stehen die Oberliga-Handballer des TV Neerstedt und der TSG Hatten-Sandkrug in ihren Auswärtsspielen an diesem Wochenende. Sie treten beim Schlusslicht und beim Tabellenvorletzten der Liga an.
VfL Fredenbeck II - TV Neerstedt (Sonntag, 17 Uhr). Die Chance, sich noch einmal nach ganz oben in der Tabelle zu orientieren, haben die Neerstedter am vergangenen Wochenende mit der unnötigen Heimniederlage gegen Schwanewede leichtfertig verspielt. „Umso mehr sind wir jetzt als Motivatoren gefordert“, weiß Coach Dag Rieken, war er und sein Co-Trainer Kai Freese jetzt zu tun haben: den Spannungsbogen hoch halten. Bei den Fredenbeckern bietet sich nun die Chance, mit einer konzentrierten Vorstellung wieder in die Erfolgsspurt einzubiegen. „Dabei sind für mich die zwei Punkte genauso wichtig wie eine gute Leistung“, betont Rieken. Vor allem im Angriff müsse sich seine Mannschaft im Vergleich zum Schwanewede-Spiel erheblich steigern.
Das Hinspiel war eine klare Sache für die Neerstedter, die mit 35:22 gewannen. Fredenbeck steht mit fünf Zählern am Tabellenende und muss sich alleine schon wegen des Schicksals der eigenen ersten Mannschaft, die in der 3. Liga Nord ebenfalls akut gefährdet ist, auf den Abstieg vorbereiten. „Das macht so eine Mannschaft aber auch immer gefährlich, denn sie kann als Außenseiter ohne Druck aufspielen“, warnt Rieken davor, den Gegner zu unterschätzen.
Kleine Sorgen bereitet dem TVN-Trainer nur die Position zwischen den Pfosten: Der zweite Torhüter Tristan Depenbrock fehlt in dieser Partie, Christoph Kuper konnte in der Woche wegen einer Magen-Darm-Grippe nicht trainieren. „Für den Notfall hat unser Torwarttrainer Michael Schäfer auch noch ein Trikot dabei und könnte einspringen“, berichtet Rieken, der ansonsten personell aus dem Vollen schöpfen kann.
HSG Bützfleth/Drochtersen - TSG Hatten-Sandkrug (Sonntag, 17 Uhr). Nach einer Negativserie von 1:11 Punkten aus den zurückliegenden sechs Spielen ist es nun langsam aber sicher an der Zeit, dass die TSG wieder einen Sieg einfährt. „Alle müssen jetzt die Zähne zusammenbeißen, damit wir aus dieser Situation, die wahrlich nicht einfach ist, wieder rauskommen“, sagte TSG-Trainer Henning Sohl. Beim Tabellenvorletzten erwartet Sohl deswegen auch ein „Kampfspiel“. Die Bützflether gelten nicht als Lieblingsgegner der Sandkruger. „Aber es ist in unserer Situation ganz egal, gegen wen wir spielen – irgendwann muss die Serie reißen“, hofft Sohl auf eine Trendwende.
Die HSG zeigte in dieser Saison häufig Leistungen, die einer Achterbahnfahrt ähnelten. Dabei gelangen vor allem gegen die Topteams Überraschungen, wie beim 25:24-Heimsieg gegen die SG Achim/Baden oder mit dem 28:25-Erfolg in Schwanewede. Ihre erfolgreichsten Werfer haben die Bützflether mit Nicklas Frank (103 Tore) und Yakup Köksal (69) auf den Außenpositionen.
Verzichten müssen die Sandkruger lediglich auf den verletzten Maximilian Forst. „Zum Glück hat sich bei ihm der Verdacht des Kreuzbandrisses nicht bestätigt“, so Sohl.
