Cloppenburg - Ein Sieg musste her, um oben dran zu bleiben. Doch nach dem Ende des Heimspiels am Sonntag gegen VC SFG Olpe haben sich die Volleyballerinnen des TV Cloppenburg im Tal der Tränen wiedergefunden. Sie kassierten vor 260 Zuschauern eine verdiente 1:3 (25:18, 19:25, 17:25, 22:25)-Niederlage. Vier Punkte weist nun der Rückstand auf Spitzenreiter RC Borken-Hoxfeld auf.

Dass die Cloppenburgerinnen einen gebrauchten Tag erwischt hatten, wurde bereits im ersten Satz deutlich. Fehler in der Annahme und zahlreiche versemmelte Angaben spielten den Gästen in die Karten. Doch auch die Gäste mussten sich erst einmal in das Spiel finden. Dies misslang jedoch. „Wir hatten im ersten Satz Probleme im Zuspiel“, sagte Olpes Trainer Michael Jürgens. Beim TVC lief es zwar ebenfalls nicht wie geschmiert. Allerdings reichte es zu einem 25:18-Satzerfolg.

Trotz der Führung im Rücken, wussten auch die Spielerinnen, dass dies kein Ruhekissen war. „Wir haben bereits im ersten Satz schwach gespielt“, gab TVC-Spielerin Gwendolin Lake ehrlicherweise zu.

Auch im zweiten Satz konnten die Cloppenburgerinnen den Schalter nicht umlegen. Fehler in der Annahme und eine schwache Blockabwehr sorgten dafür, dass die Gäste nach zwölf Minuten 15:11 führten. Auch in der Folgezeit konnte Olpe den Vorsprung halten. Das Ende vom Lied: Der TVC verlor den zweiten Satz 19:25.

Die Konzentrationsfehler schienen wie Kletten an den Cloppenburgerinnen zu hängen. Keine Spielerin fand zu ihrer Normalform. Dies fiel auch Jürgens auf. „Die Cloppenburgerinnen wirkten gehemmt“, sagte er. Sein Team gewann den dritten Durchgang 25:17.

Zu Beginn des vierten Satzes schien sich der TVC zu fangen. Innerhalb kürzester Zeit erspielte sich der Tabellenzweite eine 7:3-Führung. Jedoch hatten die Zuschauer nie das Gefühl, dass der Aufwärtstrend anhalten würde. Zu wackelig präsentierte sich das Cloppenburger Gebilde. Wie sehr es in Cloppenburgs Trainer Panis Tsironis angesichts der mauen Vorstellung seiner Mannschaft brodelte, wurde anhand eines falschen Services deutlich.

Tsironis platzte daraufhin fast der Kragen, so sauer war er über den erneuten Patzer seiner Schützlinge. „Der gleiche Fehler ist uns schon in Bad Laer unterlaufen“, so Tsironis nach Spielende. Nachdem der Grieche ordentlich Dampf abgelassen hatte, zog er sich mit grimmiger Miene und verschränkten Armen auf seinen Trainerstuhl zurück. Von dort aus sah er eine Olper Mannschaft, die einen 25:22-Erfolg einfuhr.

Tsironis war tief enttäuscht. „Die Kulisse stimmte, nur leider unsere Einstellung nicht. Wir haben zu keinem Zeitpunkt gezeigt, dass wir gewinnen wollten“, ärgerte er sich.

Die stattliche Kulisse als eine Ursache für das fahrige Spiel zu sehen, wollte Spielführerin Sina Albers nicht gelten lassen. Das sei nicht der Grund gewesen. Schließlich sei es doch eine schöne Sache, wenn so viele Zuschauer kommen. „Bei uns lief einfach nichts zusammen“, so Albers.

TVC: Lake, Torliene, Kahlert, Lautenschläger, Raker, Meyer, Natalie Miller, Blömer, Albers, Irene Miller, Buschmann.

Sr.: Ansgar Reitzer (Georgsmarienhütte) und Alexandra Poplawski (Bissendorf).

Stephan Tönnies
Stephan Tönnies Redaktion Münsterland (Lokalsport)