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NWZonline.de Sport

Tüftler Hackl überragt  sie alle

15.02.2014

Krasnaja Poljana Nach getaner Arbeit sitzt Georg Hackl gerne im „Kufenstüberl“ und genießt bei einem Weißbier den nicht enden wollenden Siegeszug seiner Rodel-Asse. Vorne im Rampenlicht geben seine Gold-Nachfolger Felix Loch, Natalie Geisenberger und die Doppelsitzer Tobias Wendl/Tobias Arlt ein Interview nach dem anderen. „Das ist ja irgendwie auch mein Werk“, sagt der inzwischen 47-Jährige. Noch heute wird der Bayer überall in der Welt erkannt, seine Nachfolger bleiben dagegen oft von Autogrammjägern verschont. Tatsächlich ist der dreimalige Olympiasieger immer noch ein Erfolgsgarant im deutschen Rodel-Team – aber auch die große Reizfigur.

Hackl weiß, dass sich die jüngst geäußerte Kritik von Tatjana Hüfner auch ganz speziell gegen seine Person richtet – ohne dass die Vancouver-Olympiasiegerin seinen Namen nannte. Hackl ist am Stützpunkt Berchtesgaden tätig, wo auch Loch, Geisenberger, Wendl und Arlt trainieren. Hüfner monierte, ihr Trainingszentrum in Oberhof werde vom Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) benachteiligt. Im Mittelpunkt stehen Hackls – einseitig verteilten – Tüftler-Künste.

Hackl wies die Kritik als „überhaupt nicht zutreffend“ zurück. „Tatjana ist die letzten Jahre einsam an der Weltspitze voraus gerodelt. Jetzt hat eine Wachablösung stattgefunden, die einfach nur altersbedingt ist, und da darf sie sich nicht beschweren“, sagte er am Freitag. Hüfner solle sich über Silber freuen „und nicht die Stimmung schlechtmachen“. Zu den Siegerschlitten sagte Hackl: „Man bringt einem Esel nicht das Fingerpfeifen bei, man macht aus einem mittelmäßigen Sportler keinen Superrodler.“

Doch Loch und Co. müssen beim Material einen uneinholbaren Vorteil haben. Und natürlich ist es fragwürdig, wenn die Fähigkeiten und das enorme Wissen eines vom Verband bezahlten Trainers wie Hackl nur einem begrenzten Teil der Athleten zuteil werden. Doch im Hightech-Sport Rodeln arbeitet jeder Stützpunkt, jeder Trainer, jeder Athlet für sich.

Da stößt der Teamgedanke an Grenzen. „Wir haben eine Regel“, betont zwar Sportdirektor Thomas Schwab vom BSD. „Jeder Trainer darf bei uns zum anderen gehen und sich den Schlitten zeigen lassen.“ Wer verfolgt hat, wie schnell Loch und Co. im Sanki Sliding Centre ihre Renngeräte gegen zu neugierige Blicke verhüllten, ahnt, dass da so manches Geheimnis schlummert.

Trotzdem ist es auch Hackl zu verdanken dass die Randsportart Rodeln inzwischen zu den Favoriten der deutschen TV-Zuschauern zählt: 6,94 Millionen sahen am Donnerstag das Staffel-Gold – ein Marktanteil von 37,1 Prozent. Der 47-Jährige ist noch immer einer der populärsten Winter-Athleten in Deutschland. Den Hackl Schorsch kennt man auch an der Waterkant.

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