TUNGELN - Der Verein wurde für Verdienste um den Sport geehrt. Die Nachwuchsarbeit läuft gut.
Von Werner Fademrecht
TUNGELN - Der SV Tungeln ist mit der Sportplakette des Bundespräsidenten für seine langjährigen Verdienste um die Entwicklung und Pflege des Sports ausgezeichnet worden. Landrat Frank Eger überreichte am Freitagabend auf der Jahreshauptversammlung in der Vereinsgaststätte Tungeler Krug die Plakette und eine von Horst Köhler unterzeichnete Urkunde an den1. Vorsitzenden Klaus Kuhn.
„Tradition heißt nicht, Asche verwahren, sondern eine Flamme am Brennen zu halten", zitierte der Landrat in seiner Laudatio den Franzosen Jean Jaurès. Dies treffe auf den Sportverein Tungeln besonders zu. Mit 101 Jahren blicke der Verein auf eine lange Tradition zurück, die Sportplakette sei eine hohe Anerkennung für den weiten Weg, den der Verein bis heute zurückgelegt habe, so Eger.
1. Vorsitzender Klaus Kuhn erinnerte in seinem Rechenschaftsbericht an die 100-Jahr-Feier im vergangenen Jahr und forderte dazu auf, bei aller Zufriedenheit über das Jubiläum die Hände nicht in den Schoß zu legen, sondern im Sinne der Gründer des Vereins weiter zu machen.
Die dringend erforderliche Platzsanierung auf dem Tungeler Sportplatz soll in dieser Woche beginnen. Der Verein hofft, so die Probleme mit der Bespielbarkeit bei Regenwetter beheben zu können. Verbessert werden sollen auch die laut Satzung von Mitgliedern zu erbringenden Arbeitsstunden. Gerade im Fußballbereich wird diese Verpflichtung laut Kuhn noch nicht im gewünschten Maße angenommen. Die Zusammenarbeit mit dem HTV und dem SV Moslesfehn in Bezug auf die gemeinsame Nutzung der Großraumsporthalle bewertete der Vorsitzende als gut. Durch die Vermietung an die Graf-Anton-Günther-Schule profitiere der Verein auch finanziell. Der Bericht des Fußballobmanns Jürgen Harms wies darauf hin, dass die 1. Herrenmannschaft sich vor dem Abstieg rettenkonnte. Sportliche Akzente erhoffen sich die Tungeler nun von Spielertrainer Jan Majewski, der vom VfB Oldenburg kommt. Jugendobmann Michael Nitsche konnte keine spektakulären sportlichen Erfolge vermelden, verwies aber auf viele Neuanmeldungen. Zur neuen Spielzeit werden elf neue Teams, darunter Spielgemeinschaften und eine neuformierte G-Jugend gemeldet.
Das Fazit des Leiters der Kanu-Abteilung, Thomas Luhmann, fiel uneingeschränkt positiv aus. Mit 75 Mitgliedern, darunter 40 Jugendlichen, stehe der SVT sehr gut da. Nach einer aktuellen Statistik des Deutschen Kanu-Verbandes besitzen 50 Prozent aller angeschlossenen Vereine in Deutschland weniger als 50 Mitglieder. Aus beruflichen Gründen, die Luhmann zur Aufgabe der Leitung zwingen, kam es am Freitag zu einem Ämtertausch. Die Versammlung wählte Ute Greve-Luhmann zur neuen Vorsitzenden der Kanuten.
