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NWZonline.de Sport

Junge Springreiter patzen bei ihrer WM-Premiere

19.09.2018

Tryon (dpa) - Zwiespältig ist die Stimmung bei den Springreitern nach dem ersten Tag des dreiteiligen WM-Programms in den USA. Die beiden Jüngsten im Team patzten, aber vor allem der Routinier glänzte und rettete die Bilanz: Marcus Ehning

"Das war enorm wichtig", sagte Bundestrainer Otto Becker, der zwischenzeitlich zittern musste. Als letzter deutscher Starter ritt Ehning, zeigte mit Pret A Tout eine makellose Runde und liegt in der Einzelwertung auf Rang vier. 

Die Fehler der 24-jährigen Laura Klaphake und des genauso alten Maurice Tebbel verhinderten am Mittwoch in Tryon eine bessere Platzierung im Zeitspringen. "Das sind Erfahrungswerte, die fehlen ihnen", sagte Becker. Es "fehlte die Lockerheit noch ein bisschen". Als Achter geht das deutsche Quartett nun in die beiden Runden des Nationenpreises am Donnerstag und Freitag. Es führt die Schweiz vor den Niederlanden. 

"Nach dem Start hatte ich natürlich die Hoffnung, es geht so weiter",  sagte der Bundestrainer. Simone Blum hatte am Morgen für einen starken Start gesorgt. Die 29-Jährige Reiterin aus dem bayerischen Zolling, ebenfalls das erste Mal bei einer WM, zeigte mit ihrer Stute Alice eine flotte Runde und blieb in dem Zeitspringen ohne Fehler.

"Das war traumhaft", schwärmte Blum: "Das hat sich super angefühlt. Der Parcours war schwer und kniffelig. Aber Alice war schon auf dem Abreiteplatz total cool und gelassen ". Anschließend ritt Laura Klaphake - und es sah anfangs ähnlich elegant wie bei Blum aus.

Doch dann sorgte die Reiterin aus dem niedersächsischen Mühlen für einen Schreckmoment. Ihre Stute Catch me if you can verweigerte an einer Mauer. Nach einer schnellen Wendung sprang sie erst im zweiten Versuch. "Das lag nicht am Pferd", kommentierte die 24-Jährige. "Den Fehler nehme ich auf meine Kappe."

Einen "teuren Fehler" machte auch Tebbel: "Ich weiß nicht, wie es passiert ist." Der 24-Jährige aus dem niedersächsischen Emsbüren hatte mit Don Diarado einen Abwurf, die vier Strafpunkte wurden bei dem Zeitspringen in vier zusätzliche Sekunden umgerechnet. "Das ist natürlich ärgerlich", kommentierte der WM-Neuling.

Es kam am Ende auf Ehning an. Und der Routinier, vor acht Jahren Team-Weltmeister in Lexington, ritt mit Pret A Tout eine "Super-Runde", wie es der Bundestrainer nannte. "Er hat Gas gegeben und hält uns im Rennen."

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