Eversten - Von einem „mutigen Schritt“ und einer „schönen Sache“ sprach CDU-Ratsfrau Petra Averbeck, SPD-Kollegin Margrit Conty zeigte sich angetan von der „guten Idee“. Auch Rita Schilling (Grüne) fand es „gut, dass sich ein Verein so ein großes Projekt vornimmt“. Fraktionsübergreifendes Lob erhielt der TuS Eversten am Mittwochnachmittag im Sportausschuss für seinen Plan, auf dem Gelände an der Hundsmühler Höhe eine neue Zwei-Feld-Sporthalle zu bauen. Der Verein kann sich nun berechtigte Hoffnungen machen, dass die Stadt im nächsten Jahr 660 000 Euro zu dem mit Kosten in Höhe von 2,2 Millionen Euro kalkulierten Vorhaben beiträgt. Die Summe entspricht der in den Sportförderrichtlinien vorgesehenen Investitionszuschuss-Quote von 30 Prozent.

2. Vorsitzender Dr. Manfred Fornfeist sieht die Finanzierung auf eine „solide Basis“ gestellt. Die neue Sportstätte soll die „abgängige“ Halle am Teebkengang ersetzen. Der Verein will die rund 120 Jahre alte Immobilie verkaufen und erhofft sich als Erlös 340 000 Euro „plus X“, so Fornfeist bei der Präsentation im Sportausschuss. Aus der Kasse des Landessportbundes rechnet der TuS Eversten mit einer Finanzspritze von 100 000 Euro. 1,1 Millionen Euro sollen als Hypothekendarlehen aufgenommen werden. Bis zu 15 000 Euro könne der Verein jährlich aus eigenen Mitteln in die Finanzierung einbringen, erläuterte Fornfeist.

Für zusätzliche Einnahmen sorgen die von der Mitgliederversammlung im März abgesegneten Beitragserhöhungen zum 1. Juli 2016 und zum 1. Juli 2017 um jeweils einen Euro. Der Verein ist mittlerweile auf 1685 Mitglieder angewachsen – seit März gab es 43 Neuaufnahmen.

Die neue Halle soll am Rand des Parkplatzes am Tegelkamp auf städtischem Grund und Boden entstehen. Der Verein möchte, dass die Stadt ihm ein Erbbaurecht einräumt, ohne dafür einen Zins zu verlangen, ergänzte Sportamtsleiterin Christiane Cordes. Flächen der vorhandenen Sportanlage „Hundsmühler Höhe“ und des Vereinshauses werden nicht in Anspruch genommen. Die 45 Meter lange, 22 Meter breite und knapp neun Meter hohe Halle werde „einfach und sachlich“ gestaltet, betonte Fornfeist. Dass die Stadtverwaltung ihren Zuschuss in drei Raten zahlen will, ist seinen Angaben zufolge kein Problem. Neue Parkplätze sollen neben dem Vereinsheim und der Vereinsturnhalle entstehen.

Mit der Verwaltung hat der Verein bereits die Rahmenbedingungen abgeklopft. Die Bausumme von 2,2 Millionen Euro sei ein Festpreis. Auch wenn bislang weder Zuschussantrag noch Baugenehmigung gestellt sind, hofft der TuS Eversten auf einen Baubeginn im nächsten Jahr. Manfred Fornfeist zeigt sich optimistisch: „Wenn’s gut läuft, kann die Halle Ende 2017 in Betrieb gehen.“