Obenstrohe - Zu ungewohnter Anstoßzeit sind die Bezirksliga-Fußballer des TuS Obenstrohe im Einsatz. Die von großem Verletzungspech gebeutelte Mannschaft von TuS-Trainer Rainer Kocks muss an diesem Dienstagabend auf dem ungeliebten Kunstrasenplatz des TSV Abbehausen ran. Der Anstoß erfolgt um 19.30 Uhr.

Für das TuS-Team hieß es in den vergangenen Tagen nach dem mittlerweile völlig missratenen Saisonstart und zuletzt der vom Ergebnis her äußerst schmeichelhaften 1:2-Niederlage im Derby beim Spitzenreiter Heidmühler FC Wunden lecken. Die erhoffte Rückkehr einiger Leistungsträger dürfte sich allerdings zerschlagen haben. „Wir müssen sehen, dass wir irgendwie eine schlagkräftige Truppe zusammenbekommen – denn eines ist klar: Wir müssen in Abbehausen unbedingt punkten“, erklärt Kocks. Wohlwissend, dass die Gastgeber aus der Wesermarsch nur zwei Punkte weniger eingeheimst haben und mit einem Heimsieg an den Obenstrohern vorbeiziehen würden.

Umso bitterer aus TuS-Sicht, dass in Pascal Beyer, Gerrit Kersting, Kai Schröder und Julian Stieg nicht nur die Langzeitverletzten länger ausfallen. So steigen Andreas Willers und Tom Gerdes (beide Muskelfaserriss) erst in dieser Woche wieder ins Mannschaftstraining ein. Zudem laborieren Jan Nattke und Janis Theesfeld an einer Magen- und Darm-Grippe.

„Es hilft ja nichts: Wir müssen in dieser schwierigen Phase nur auf uns gucken“, erklärt Kocks und erwartet von den verbliebenen Spielern eine klare Steigerung: „Wir müssen endlich mal wieder unsere Leistung abrufen, deutlich entschlossener und robuster zu Werke gehen als zuletzt.“

Wichtig sei es zudem, das schwierige Kunstrasengeläuf in Abbehausen auch mental anzunehmen: „Da spielt keiner gerne drauf, weil da auch viel Glück bei den Aktionen dabei ist – aber da müssen meine Spieler durch.“

Henning Busch
Henning Busch Redaktion Friesland (Lokalsport)