Friesland - In der Fußball-Bezirksliga genießt aus friesländischer Sicht am ersten Rückrundenspieltag nur der Heidmühler FC Heimrecht.

Heidmühler FC - Kickers Wahnbek (Sonntag, 14 Uhr, Klosterpark). Viele Verletzungen und Rote Karten pflastern bislang den holprigen Weg des HFC in dieser Saison. Letzte Hiobsbotschaft für Trainer Lars Klümper war der Ausfall von Offensivspieler Tarek El-Ali (Haarriss in der Kniescheibe) bis zum Jahresende. Nun hat sich der Heidmühler Coach auch noch selbst in die lange Liste der Rekonvaleszenten eingereiht. Wegen einer Meniskusoperation wird er am Sonntag nicht im Klosterpark vertreten sein. Ihn vertritt Co-Trainer Udo Meyer, der unter der Woche bereits das Training bei den Heidmühlern leitete. Ob dem HFC-Rumpfkader eine Wiederholung des achtbaren 1:1-Erfolgs gegen den Top-Anwärter auf den Titel aus dem Ammerland glücken kann, ist fraglich – ebenso, ob wegen der Regenfälle der vergangenen Tage tatsächlich gespielt werden kann. Klarheit soll eine Platzbegehung an diesem Sonnabend schaffen.

FC Rastede - BV Bockhorn (Sonntag, 14 Uhr). Bereits zum dritten Mal in dieser Saison steht diese Paarung auf dem Programm. Zogen die Bockhorner im Bezirkspokal gegen den Ammerländer noch den Kürzeren (0:2), behielten sie im Punktspiel mit 2:0 die Oberhand – und waren damit maßgeblich beteiligt am Fehlstart der Rasteder in die neue Spielzeit. Nach zuletzt sechs Siegen in Folge haben sich die Platzherren allerdings inzwischen bis auf den sechsten Tabellenplatz hochgearbeitet und würden mit einem weiteren Dreier sogar mit dem BVB gleichziehen.

„Das ist eine enorm spielintelligente und reife Mannschaft, die auch in dieser Saison unter die besten Vier der Liga gehört“, weiß Schütte um die Qualitäten der Rasteder. „Wir haben allerdings gut trainiert, und meine Spieler wissen, was sie auf den Platz bringen müssen, um noch erfolgreicher zu sein“, sagt der BVB-Coach und fordert allen voran Kampf und Laufbereitschaft. Bis auf Weiteres verzichten muss er dabei auf Marcel Naber (Knieprobleme) und Torwart Kristof Berger (erneuter Fingerbruch).

TSV Abbehausen - TuS Obenstrohe (Sonntag, 15 Uhr). Revanche für die unnötige 0:1-Niederlage am ersten Spieltag (trotz drückender Überlegenheit) wollen die Spieler von Trainer Gerold Steindor in diesem Verfolgerduell nehmen. Dabei gibt es auch ein Wiedersehen mit Ex-TuS-Coach Hans-Jürgen Immerthal, der seit Saisonbeginn beim TSV an der Seitenlinie Regie führt. Anders als die Abbehauser, die mit sieben Punkten aus den letzten drei Spielen wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden haben, sind die Obenstroher als Tabellenzweiter nach zwei Spielabsagen in Folge aus dem Rhythmus, zumal auch die Vorbereitung wegen gesperrter Rasenplätze holprig verlief. Zudem fallen in Lars Zwick, Jan Nattke (beide verletzt) und Andreas Schwarzkopf (privat verhindert) drei Stammspieler aus.

„Das wird ein sehr schweres Unterfangen beim heimstarken TSV“, ist sich Steindor sicher, traut seinen technisch beschlagenen Mannen aber eine gute Leistung auf Kunstrasen zu. „Wichtig ist, dass auch die Rückwärtsbewegung stimmt und wir nach Vorstößen schnell wieder hinter Ball und Gegner kommen.“

Henning Busch
Henning Busch Redaktion Friesland (Lokalsport)