Cloppenburg - Nimmt der TVC dem VfL Fredenbeck kurz vor Schluss doch noch Platz eins weg? Seit ihrer Niederlage im März in Rotenburg müssen die Handballer des TV Cloppenburg im Kampf um den Platz ganz oben in der Oberliga-Tabelle auf einen Ausrutscher des Konkurrenten hoffen, bisher ist er ausgeblieben. Aber das Team aus dem Landkreis Stade muss wie der TVC noch zweimal ran, daheim gegen den Neunten TvdH Oldenburg sowie beim Vorletzten TSV Bremervörde, und die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt – auch wenn sie noch so klein ist. „Ich glaube nicht, dass Fredenbeck patzt, aber man weiß ja nie“, sagt TVC-Trainer Janik Köhler vor dem letzten Heimspiel seines Teams an diesem Samstag ab 19.30 Uhr gegen die elftplatzierte HSG Delmenhorst. Und die muss der TVC erst mal schlagen, um im Rennen zu bleiben. Zwar ist das Team von der Delme mit fünf Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz gerettet, aber gefährlich ist es trotzdem noch. „Wir haben uns mit der HSG oft schwergetan“, erinnert sich Köhler ans Hinrundenspiel und seine eigene Zeit als Spieler.
Umstellung hilft
„Im Dezember in Delmenhorst haben wir lange zurückgelegen. So richtig gut lief es erst, nachdem wir auf eine 3:2:1-Deckung umgestellt hatten“, erinnert sich Köhler mit etwas Unbehagen an den am Ende doch noch deutlichen TVC-Sieg (34:24). Besonders ein Linkshänder hat ihn dabei beeindruckt: „Tim Coors ist wahrscheinlich der beste Spieler der Liga im rechten Rückraum. Nicht nur, dass er selbst viele Tore wirft, er bereitet auch viele Treffer vor.“ Aber auch Spielmacher Frederic Oetken sowie der ebenfalls im Rückraum agierende Jörn Janßen, die mit Coors zusammen ein Spielertrainer-Trio bilden, flößen Köhler großen Respekt ein. Schließlich schaffte es die HSG unter ihnen, zwischen Mitte März und Ende April in fünf Partien vier Siege und ein Unentschieden einzufahren. So bezwangen die Delmenhorster zum Beispiel die SG VTB/Altjührden zu Hause 39:36. Zuletzt verpasste die HSG allerdings deutlich die Chance, die Cloppenburger glücklich zu machen. Sie unterlag zu Hause den Fredenbeckern mit 31:40.
Verabschiedungen
Glücklich können die TVC-Spieler und -Verantwortlichen aber auch sein, wenn es am Ende bei Platz zwei bleibt. „Das war schon ein sehr erfolgreiches Jahr für uns, darüber sind wir uns einig“, sagt Köhler. „Wirklich Punkte liegen gelassen haben wir nur in Rotenburg.“
Und das, obwohl das Verletzungspech zwischenzeitlich doch ziemlich doll zugeschlagen hatte. Einer, den es besonders hart getroffen hatte, soll am Samstag noch einmal gefeiert werden. „Ich denke schon, dass Nils Goepel vorbeikommt, damit wir ihn verabschieden können“, sagt Köhler. „Einen schönen Abschied wollen wir auch Mark Steinkamp bereiten.“ Und vielleicht kommt ja am dritten Mai-Wochenende noch ein Abschied hinzu: der Abschied des TVC von der Oberliga in Richtung dritte Liga...
