Höltinghausen/Cloppenburg/Friesoythe - Die Handballerinnen des SV Höltinghausen verloren ihre Tabellenführung in der Weser-Ems-Liga. Beiden Männermannschaften gelangen Siege.

Handball, Weser-Ems-Liga Frauen: SV Höltinghausen - Falke Steinfeld 29:29 (15:12). Der Ausfall Julia Reinkes, die sich im Jugendspiel schwer verletzt hatte, und der zwischenzeitliche verletzungsbedingte Ausfall von Ann-Katrin Felstermann und Elisa Fangmann waren negative Begleitumstände in dieser Partie, in der sich die Gastgeberinnen nie entscheidend absetzen konnten.

„Wir haben zu viele Fehler gemacht, wobei ich mich nicht ausnehmen kann, habe ich doch nach den Verletzungen nicht richtig reagiert“, zeigte sich Trainer Christoph Harney sehr selbstkritisch. Auch nach der Pause führte sein Team stets mit zwei, drei Toren und mit 29:27 auch kurz vor Schluss. Beim Stand vom 29:28 vergab der SVH aber das 30:28, und im Gegenzug glich Steinfeld Sekunden vor Schluss aus.

SVH: Rieger, L. Reinke - Felstermann (2), Fangmann (2), Wempe (4), L. Walter (5), Greten (1), Wienken (4), Brockhaus (7), Ebendt (4).

Männer: TuS Bramsche II - TV Cloppenburg II 25:36 (13:14). Erneut nur mit neun Spielern musste Trainer Markus Gabler auskommen. Zumindest eine Halbzeit lang wurde der Spitzenreiter stark gefordert und geriet gleich mit 1:5 in Rückstand. Die Abwehr arbeitete nicht aggressiv genug, und im Angriff fehlte der sonst gewohnte Spielfluss. Allmählich arbeitete sich die TVC-Reserve aber ins Spiel, glich zum 9:9 (20.) aus und führte zur Pause knapp.

Bramsche ließ zunächst nicht locker, führte noch einmal mit 15:14, ehe vor allem die Abwehr und Torhüter Johannes Wilhelm sich steigerten. So setzte sich der Tabellenführer über 21:17, 24:19 und 27:20 ab, wohlwissend, wie Gabler betonte, dass die Zeit der ganz lockeren Erfolge nun wohl vorbei sei.

TVC II: Wilhelm - Heyer (4), Abeln (1), Westendorf (7), Burhorst (5), Wolkow (8), Pansing (6/2), Frerichs (1), N. Neunzig (4).

HSG Friesoythe - THC Westerkappeln 43:36 (20:15). Im Duell der Neulinge konnte der Gastgeber aus Friesoythe den erhofften zweiten Saisonsieg feiern und an den besten Aufsteiger der Liga aus Westerkappeln damit bis auf einen Punkt heranrücken.

„Das war eine erheblich bessere Vorstellung als zuletzt. Allerdings gibt es besonders in der Abwehr noch einiges zu tun“, sagte Trainer Johannes Grumbd, der aber vor allem darauf baut, dass die zuletzt fehlenden Heiner Robbers, Christoph Tiedeken und Jan-Philipp Willmann ihren Trainingsrückstand bald aufgearbeitet haben, und so der Deckungsverband erheblich an Stabilität hinzugewinnt.

Da die Gäste leicht auszurechnen waren, gab es für Friesoythe einige Ballgewinne zu verzeichnen, die zu einfachen Toren genutzt wurden. Auch aus dem aufgebauten Spiel heraus traf die HSG besser und setzte sich vom 5:5 kontinuierlich ab.

HSG: Tintelot, Lüthje - Laskowski, Backhaus, Willmann, Wilhelm, Alberding, Tiedeken, Robbers, Witte, Albers, Knaus, Paul.