Hude - Es war ein hartes Stück Arbeit, aber der TV Hude hat es geschafft: Der Tischtennis-Oberligist hat am Sonntag ein 9:5 gegen die Sportfreunde Oesede gefeiert und sich am letzten Spieltag den dritten Tabellenplatz gesichert. Möglicherweise erhalten die Huder nun die Chance, in die dritte Liga aufzusteigen. Vor der Partie wurde TVH-Topspieler Martin Gluza verabschiedet.
Bevor die ersten Bälle über die Netze flogen, sorgte Hudes Mannschaftsführer Felix Lingenau für einen emotionalen Moment. Er überreichte Gluza, der vor seinem Wechsel zum Oberliga-Konkurrenten TSV Lunestedt letztmals das Huder Trikot überstreifte, einen Vereinsschal sowie ein kleines Präsent. „Du hast unsere Zeit sehr bereichert, wir lassen dich ungern gehen“, sagte Lingenau und hofft – mit einem Augenzwinkern – insgeheim auf ein baldiges Wiedersehen beim TV Hude: „Den TVH-Schal wirst du übernächste Saison wieder brauchen.“ Auch Teammanager Tom Stakemeier erhielt eine kleine Aufmerksamkeit. „Ohne Tom würden wir nicht in diesem Spiel um Platz drei stehen“, meinte Lingenau. Sportlich ging es sowohl für Hude, das mit Simon Pohl für den verletzten Immanuel Mieschendahl spielte, als auch für Oesede um jenen dritten Rang.
In seinem Abschiedsspiel stellte Gluza noch einmal seine Klasse unter Beweis. Zunächst triumphierte der Linkshänder an der Seite von Lingenau im Doppel, um im Anschluss gegen den Abwehrspezialisten Carsten Dunkel ein wahres Topspin-Feuerwerk abzufackeln. Gluza gewann in vier Sätzen und brachte sein Team mit 3:1 in Front. Auch Christopher Imig und Alexander Dimitriou siegten und bogen sogar einen 0:2-Satzrückstand um.
Nachdem Lingenau sein Spiel gegen Oesedes Nummer eins Andreas Scholle 0:3 abgeben musste, stellte Tobias Steinbrenner in einem engen Spiel gegen Jannik Hehemann den Abstand wieder her. Imig, Dimitriou und erneut Lingenau gaben zwar ihre Einzel jeweils ab, doch Gluza, zweimal Pohl, Imig und Steinbrenner machten das 9:5 perfekt.
Ob der dritte Rang zum Aufstieg reicht, steht noch nicht fest. „Das hängt davon ab, wie sich die Mannschaften in den höheren Ligen entscheiden“, sagte Lingenau. Es deute sich allerdings an, dass der TVH eine Chance zum Aufstieg bekommen könnte. „Entschieden ist noch nichts“, meinte Lingenau. Die Spieler hätten sich auch noch nicht mit dem Thema befasst. Die Mannschaft sei mit dem Abschneiden aber mehr als zufrieden – zumal vor der Saison das Ziel der Klassenerhalt war.
