Neerstedt - Dass es schwerer werden würde als in der vergangenen Saison, hatte Cordula Schröder-Brockshus schon im Vorfeld geahnt. „Werder hat eine ziemlich neue sowie taktisch gut ausgebildete Mannschaft – das ist eine junge und schnelle Truppe“, wusste die Trainerin der Oberliga-Handballerinnen des TV Neerstedt. Doch genau das, wovor sie eindringlich gewarnt hatte, wurde ihrer Mannschaft am Samstagnachmittag zum Verhängnis. Und so kassierten die Neerstedterinnen im Auswärtsspiel beim SV Werder Bremen II eine deutliche 26:35 (9:18)-Niederlage.

„Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit verloren, da sind wir überhaupt nicht reingekommen“, hielt Schröder-Brockshus fest. Jeden Ballverlust oder Fehlwurf der Gäste nutzten die Bremerinnen gnadenlos aus. Mit ihrem Treffer zum 3:5 nach acht Minuten hielt Katharina Stuffel ihr Team noch einigermaßen im Spiel, danach vergrößerte sich der Rückstand des TVN von 4:10 (16.) auf 5:13 (20.) und 6:15 (23.). „Werder hat das gut gemacht und uns mit Tempohandball überrollt“, berichtete Schröder-Brockshus.

Immerhin steigerten sich die Gäste und konnten im zweiten Abschnitt die Partie ausgeglichen gestalten. Allerdings gehörten die ersten Minuten zunächst weiterhin den Bremerinnen, die ihrerseits die Führung auf 23:10 (35.) ausbauten und somit schnell für eine vorzeitige Entscheidung sorgten. „Danach haben wir es gut gemacht, besser kombiniert und vor allem über den Kreis erfolgreich gespielt“, sagte die TVN-Trainerin. Hier avancierten Delia Mathieu (5 Tore) und Katharina Stuffel (4) am Ende auch zu den besten Werferinnen. Um dem Spiel eine Wende zu verleihen, war es allerdings viel zu spät. Zumindest den zwischenzeitlich auf 14 Tore angewachsenen Rückstand (18:32/50.) konnten die Neerstedterinnen in der Schlussphase noch etwas knapper gestalten.

„Sicherlich haben wir uns den Saisonstart anders vorgestellt“, meinte Schröder-Brockshus mit Blick auf die Tabelle, in der ihre Mannschaft zwischenzeitlich auf den letzten Platz zurückfiel. „Wir brauchen noch etwas Zeit“, blickte sie nach vorne. Weiter geht es am kommenden Samstag (9. September, 17 Uhr) mit dem Heimspiel gegen den Aufsteiger TuS Komet Arsten, der bislang noch nicht im Einsatz war.

Michael Hiller
Michael Hiller Redaktion Wildeshausen (Lokalsport)