Cloppenburg/Garrel - Sehr interessante Aufgaben haben die Handballerinnen in der Oberliga zu bestehen. Der TVC erwartet den designierten Oberliga-Meister.

Handball, Frauen Oberliga Nordsee: TV Cloppenburg - VfL Stade (Samstag, 17.15 Uhr, Hale Schulstraße). Spitzenspiel mit gegensätzlicheren Vorzeichen wie es sie selten gibt. Während die Gastgeberinnen stolz auf ihren zweiten Platz sein können, ist der Tabellenführer, für den ausschließlich der Aufstieg das Ziel ist, der Konkurrenz schon entrückt, hat acht Punkte Vorsprung auf den TVC. Im Schnitt gewann Stade seine 14 Punktspiele mit mehr als elf Toren Vorsprung und fegte zuletzt den ehemaligen Titelmitfavoriten HSG Hude/Falkenburg mit 36:22 aus der Halle.

„Wir freuen uns auf die große Herausforderung. Und nach unserem gelungenen Start ins Jahr 2017 mit dem Sieg in Oyten sind wir in der wunderbaren Situation, ohne jeglichen Druck in diese Partie gehen zu können“, sagt Trainer Theo Niehaus, der den VfL zuletzt beobachtete. „Stade ist auf allen Positionen höherklassig besetzt. Wir können nur dagegenhalten, wenn wir sehr konzentriert im Abschluss sind, mit Geduld bis hin zum Risiko eines Zeitspiels agieren. Denn Fehlwürfe bestraft der VfL mit seinem gnadenlosen Tempospiel“, sagt Niehaus. Personell hat sich beim TVC nichts verändert, denn Laura Lübbe, Marina Laeseke, Tatjana Hofmann, Franziska Hohnhorst und Jana Fiswick fallen aus, wobei lediglich Hofmann und Hohnhorst in etwa vier Wochen zurückkehren könnten, für das andere Trio die Saison wohl zu Ende ist. Neuzugang Lisa Maus fehlt privat bedingt.

Der Gast um Spielmacherin Julia Wichern und einer stets sehr torgefährlichen Rückraumschützin Mona Hoffmann (zuletzt neun Tore) reist, begleitet von einem Fan-Bus, mit Respekt an. „Nur weil wir mit Abstand Tabellenführer sind, liegen die Punkte in Cloppenburg nicht zur Abholung bereit“, warnt Trainerin Trula Diminidis, die auf Marleen Czaplinski (Urlaub) sowie auf Elena Brückner, die sich bei ihrer starken Leistung gegen Hude am Knie verletzt hat, verzichten muss.

Elsflether TB - BV Garrel (Sonntag, 17 Uhr, Stadthalle). Ohne Backe und auf dem Elsflether Stadthallen-Parkett ist schon so mancher Gast ausgerutscht. Das weiß auch Birgit Deeben, Trainerin des BV Garrel. „Es ist deshalb keineswegs unsere Lieblingsaufgabe, aber die Stimmung bei uns ist sehr gut“, sagt Deeben, die nach dem überzeugenden Erfolg gegen Findorff optimistisch ist.

Zwar konnten Kristina Kallage und Sarah Weiland die Woche über nicht trainieren, sie stehen aber ebenso zur Verfügung wie Lisa Möller, die in Frankreich bei der Männer-WM weilte und die positiven Eindrücke über das Nationalteam nun mit in ihre Partie gegen Elsfleth nehmen möchte. Somit fallen nur Tina Deeben und Viktoria Maier aus.

Mit einem Testspiel gegen Friedrichsfehn/Petersfehn (30:25 gewonnen) bereitete sich Garrel auf die Verhältnisse in Elsfleth vor, wobei Laura Lissewski nach ihrer langen Verletzungspause weiter größere Fortschritte macht und immer besser ins Mannschaftsgefüge passt. „Ihr Spiel gegen Findorff und jetzt im Test zeigt, was wir von ihr erwarten können“, freut sich Deeben über eine gute Alternative auf der rechten Rückraumseite.

Elsfleth lechzt nach zuletzt fünf Auswärtspartien in Serie nun in eigener Halle auf ein Erfolgserlebnis. Der ETB will sich damit für die 13:40-Packung zuletzt bei VfL Oldenburg III aber auch für das 28:40-Hinspieldebakel in Garrel rehabilitieren. Damals gelang es dem BVG, die gefährliche Spielgestalterin und Torjäger Jennifer Adami, sehr zum Ärger ihres Trainers und Vaters Ulrich zu stoppen und bei nur sieben Feldtoren zu halten. Ob Elsfleth darauf diesmal besser vorbereitet ist?