Cloppenburg/Friesoythe - Der Handball-Landesliganeuling TV Cloppenburg II zeigte gegen den Spitzenreiter trotz der Niederlage eine ansteigende Form. Die HSG Friesoythe geriet in Westerkappeln nicht ernsthaft in Gefahr.

Handball, Männer Landesliga Weser Ems: TV Cloppenburg - HSG Grüppenbühren/Bookholzberg 27:33 (11:14). Zwar keinen Punkt gegen den Tabellenführer geholt, dafür aber viel für die Moral im Kampf gegen den Abstieg getan. Denn schon an diesem Samstag wartet das andere Liga-Extrem auf die Schützlinge von Trainer Torsten Burhorst, wenn beim Schlusslicht TSG Hatten/Sandkrug II gespielt und gepunktet werden muss.

Im Duell mit dem Titelanwärter gab die Konterstärke der Gäste den Ausschlag. „Mindestens zehn Gegentore sind so gefallen“, sagte Trainer Burhorst, der mit der Abwehr und mit der Angriffsleistung aus dem Positionsspiel heraus zufrieden war. So zeichneten Neuzugang Steffen Grote auf der linken und Sascha Westendorf auf der rechten Rückraumseite für knapp die Hälfte aller TVC-Treffer verantwortlich. Dabei musste Westendorf schon nach 35 Minuten aussteigen. Seine Wadenverletzung meldete sich wieder, verlangte die Belastung nach Schonung. Burhorst hofft, seinen Torjäger für die nun punkteträchtigeren Partien wieder einsetzen zu können.

Bis zur Halbzeit hielt der Neuling die Partie offen, konnte den 13:17-Rückstand (36.) bis zur 45. Minute auf 20:21 verkürzen. Doch danach setzte sich die Qualität der Gäste durch. Der Ausfall von Westendorf, Marius Feldhaus (Nackenbeschwerden) musste ganz verzichten, obendrein fehlte ein gelernter Kreisläufer, führten dazu, dass die HSG in der Endphase die Führung noch ausdehnte.

TVC II: Frese, Wilhelm, Debbeler (n.e.) - Heyer (7/2), Pister, Grote (8), Abeln, Westendorf (5), Pohlmann, Bärlein (1), Thye (1), Wolkow (2), Kettmann (3), Bröring.

Landesklasse Süd: THC Westerkappeln - HSG Friesoythe 28:31 (13:17). Der Spitzenreiter erfüllte seine Pflicht, brachte sich aber im zweiten Abschnitt selbst in Schwierigkeiten, wie Trainer Günter Witte kritisierte. Bis zur Pause lief es nach anfänglichen Ballverlusten programmgemäß, führte die HSG 13:7 (19.) und zur Pause noch mit 17:13.

Danach häuften sich die Fehler, wurden unnötige Würfe genommen, so dass der Vorsprung nicht nur schnell schmolz (19:18, 39.), sondern der THC nach dem Ausgleich (22:22, 44.) sogar zweimal in Führung gehen konnte.

„Nils Fröhlich im Tor hat gut gehalten, aber ich habe mit dem Wechsel zu Philip Fründt der Mannschaft ein Signal setzen wollen. Das ist gelungen“, sagte Witte, der dann sah, wie Jonas Alberding mit zwei sauberen Einzelaktionen und ein auch in der Schlussphase eiskalter Kreisläufer Christian Wilhelm, der neun Treffer markierte, den Sieg über 27:25 (50.) und 29:25 (53.) sicherten.

HSG: Fröhlich, Fründt - Willmann, M. Witte, Robbers (5/1), N. Albers (10/2), Kühn, Laskowski, Tiedeken, Kulle, Paul (3), Alberding (4), Wilhelm (9).