Cloppenburg/Langenfeld - Wenige Tage nach dem großen Triumph im Spitzenspiel gegen Tabellenführer SG Marmagen/Nettersheim haben die Drittliga-Volleyballerinnen des TV Cloppenburg einen herben Rückschlag hinnehmen müssen. Als klarer Favorit angereist, verlor das Team von Trainer Panos Tsironis am Sonnabend mit 1:3 bei der SG Langenfeld (25:19, 19:25, 14:25, 23:25).
Die Niederlage im Kreis Mettmann (Rheinland) bedeutete, dass der TVC auf Tabellenplatz drei abrutschte. „Vielleicht waren wir nach dem Sieg im Spitzenspiel satt“, sagte Tsironis. „Auf jeden Fall haben wir uns zu viele technische Fehler geleistet.“ Außerdem sei zu merken gewesen, dass Außenangreiferin Laura Blömer (Auslandsaufenthalt) zurzeit nicht zur Verfügung steht. Da auch noch Lisa Lammers und Heike Schleifer im zweiten Team gebraucht wurden – die TVC-Reserve verlor das Landesliga-Topduell mit dem SV Bad Laer III zu Hause 0:3 – hatte Tsironis nur acht Spielerinnen zur Verfügung.
Dennoch hatte es zunächst so ausgesehen, als könne der TVC den anvisierten Pflichtsieg einfahren. Lange war der erste Durchgang ausgeglichen (19:19), bis Gwendoline Lake die Gäste mit einer Aufschlagserie zum Satzgewinn führte.
Anschließend lief dann aber nicht mehr viel zusammen: „Ich kann einen technischen Fehler pro Satz akzeptieren, aber nicht sieben“, sagte Tsironis. „Da haben die Schiedsrichter völlig zurecht Pritschen wegen Ballführens oder Fußfehler beim Aufschlag abgepfiffen.“ So hatten die Gastgeberinnen schon bald den Satzausgleich geschafft.
Schlimmer noch: Im dritten Satz zeigte sich schnell, dass auch die Umstellung – Tsironis beorderte Lena Middendorf aus dem Mittelblock in den Außenangriff und ließ Alexandra Raker den umgekehrten Weg gehen – nichts einbringen würde. Nun lief kaum mehr was zusammen. Zwar steigerten sich die Cloppenburgerinnen im vierten Durchgang noch einmal, in den Tiebreak konnten sie sich aber nicht mehr retten.
„Wir haben nun vier Wochen Zeit, die richtige Balance zu finden“, sagte Tsironis. Finden müssen die Cloppenburger Verantwortlichen aber auch neue Spielerinnen. Der Kader ist einfach zu klein. „Wir sind dran, haben aber noch keine definitiven Zusagen“, sagt Tsironis, der sein Team in den nächsten Wochen zu mehreren Freundschaftsspielen bitten will. Am ersten Januar-Wochenende steht ein Turnier in Emden an.
Trainiert wird auch weiter fleißig. „In der Weihnachtswoche sind die Festtage frei, aber Montag und Freitag geht’s in die Halle“, kündigt der Coach an. Die TVC-Spielerinnen gehören offenbar zu den wenigen Menschen, die keine Angst davor haben müssen, an Weihnachten zuzunehmen . . .
