Cloppenburg/Oyten - So etwas nennt man, „aus der Not eine Tugend zu machen“. Trotz zahlreicher Ausfälle gewannen die Frauen des Handball-Oberligisten TV Cloppenburg beim TV Oyten II 31:26 (16:11), wobei der ausgeglichene und große Kader sicher ein wichtiger Faktor für den Erfolg des weiterhin Tabellenzweiten ist.

Denn da Jana Fiswick und Franziska Hohnhorst wie Laura Lübbe und Tatjana Hofmann ausfielen, mussten Lena Büssing und Johanna Koopmeiners einspringen und auf Außen beziehungsweise am Kreis mehr Lasten auf sich nehmen. Mit großem Erfolg, denn Büssing bot auf der für sie ungewohnten Linksaußenposition eine hundertprozentige Erfolgsquote. Alle fünf Siebenmeter sowie sieben Versuche aus dem Feld trafen und das gegen eine starke Swantje Boettcher im Tor. Koopmeiners steuerte drei Treffer vom Kreis bei und bot in der Zentrale zusammen mit Inka Bosmann eine exzellente Deckungsarbeit. „Für die Leistung muss ich die gesamte Mannschaft loben, die durch das Verletzungspech noch enger zusammengerückt ist. Aber Lena und Johanna haben ein dickes Sonderlob für ihre Vorstellungen verdient“, betonte Niehaus.

Auch ein weiterer Rückschlag – Kerstin Meyer zog sich eine Wadenverletzung zu, für sie übernahm Eugenia Maier den Part auf der rechten Rückraumseite – brachte die Mannschaft nicht aus dem tritt. In Schwung kam der Gast zunächst nicht, glich das 1:3 (4.) aus, konnte sich aber erst nach dem 6:6 (14.) absetzen. Über 11:8 (21.) wurde mit 16:11 ein scheinbar beruhigender Pausenvorsprung erzielt.

Der Auftakt in Hälfte zwei gelang mit dem 18:11 zwar, ehe die taktische Umstellung beim Gastgeber auf eine 5:1-Deckung den TVC in Schwierigkeiten brachte. „Wir haben im Angriff zu häufig geprellt, so einige Ballverluste zugelassen, die Oyten dank seines starken Tempospiels zu einfachen Kontertoren ausnutzte. Daran müssen wir arbeiten“, sagte Niehaus schon mit Blick auf die kommende Herkulesaufgabe. Denn an diesem Samstag (17.15 Uhr) kommt der verlustpunktfreie Überflieger VfL Stade . . .

Aber der TVC ist mannschaftlich gewachsen, nervenstärker geworden und kann taktisch entsprechend reagieren. Oyten verkürzte von 15:20 (40.) auf 21:22 (45.) und 22:23 (47.), ehe die Gäste mit sechs (!) Toren in Folge zum 29:22 (54.) ihrerseits die passenden Antworten parat hatten und so den hochverdienten Erfolg sicherten. „Angesichts der kommenden schwierigen Aufgaben war dies ein wertvoller Sieg für uns“, sagte Niehaus, der am Ende auch Lena Backhaus im Tor und Neuzugang Lisa Maus Einsatzzeiten geben konnte.

TVC: Kröger, Backhaus - Büssing (12/5), Kavelage, Lengutin (4), Koopmeiners (3), Maus, Bosmann (5), Neelen (4), Maier (2), Hillmer (1), Meyer.