Oldenburg - Erster Härtetest für den Aufsteiger: An diesem Wochenende empfangen die Oberliga-Handballer des TvdH in der Halle am Brandsweg ab 14 Uhr gleich drei Ligakonkurrenten und zwei Drittligisten zum „Oldenburg Cup“. Das Turnier ist mit der HSG Varel und OHV Aurich (beide 3. Liga) sowie TV Neerstedt, TSG Hatten-Sandkrug, SG Petersfehn/Friedrichsfehn und den Gastgebern (Oberliga Nordsee) hochkarätig besetzt.
„Eigentlich“, sagt Ralf Hafemann, „kommt das Turnier zwei Wochen zu früh.“ Seit etwa vier Wochen bereiten sich die Handballer des TvdH Oldenburg auf die kommende Oberliga-Saison vor, und bislang hat Trainer Hafemann seine Jungs vor allem laufen lassen. „Was uns bisher fehlt, ist die Arbeit mit dem Ball“, sagt er.
Seit Ende der Woche habe er alle Spieler zusammen, ab sofort stehe auch Taktik auf dem Trainingsplan. Dass das Turnier jetzt stattfindet, liegt am früheren Saisonstart der 3. Liga Ende August. Die Oberligisten spielen erst am 20. und 21. September. „Ohne diese Mannschaften wäre das Turnier nicht so attraktiv“, sagt Hafemann. Also sieht der TvdH den Oldenburg Cup nicht als Höhepunkt der Vorbereitung, sondern als Standortbestimmung – vor allem mit Blick auf die drei Ligakonkurrenten. „Das sind alles etablierte Teams, gegen die wir um Punkte kämpfen wollen“, sagt Hafemann. „Viele sehen uns als ersten Absteiger“, meint er: „Wir wollen das Gegenteil beweisen.“
Am Sonnabend bekommen es die Gastgeber allerdings nur mit einem Oberligisten zu tun. In Gruppe B trifft der TvdH auf den sechsten der abgelaufenen Saison aus Neerstedt, zuvor geht es gegen Aurich. Am Sonntag folgen die Spiele um Platz fünf, drei und eins.
Mit den bisherigen Ergebnissen der Vorbereitung – zwei Siege, eine Niederlage – sei man zufrieden, sagt Hafemann: „Wir steigern uns.“ Auch die sechs Zugänge, mit denen sich die Oldenburger verstärkt haben, hätten sich gut eingefügt. „Menschlich passt es“, freut sich der Trainer.
Und auch sportlich würden Nils Timme (TSV Wietzendorf), Steffen Witte (ATSV Habenhausen), Niklas Planck (TV Cloppenburg), Nick Steffen (HC Bremen), Julius Becker (Hatten-Sandkrug) und Marc Schulert (Wilhelmshaven) „frisches Blut“ in die Mannschaft bringen. Einzig Steffen Witte bereitet Hafemann Sorgen. Denn der ehemalige Habenhauser kann dem TvdH längere Zeit nicht helfen. In einem der Vorbereitungsspiele prallte er gegen eine Wand und brach sich den Unterarm.
