Oldenburg - Eine „riesengroße Enttäuschung“ erlebte Stefan Janßen am Freitagabend. Den Trainer des Tvd Haarentor wurmte nicht vordergründig die Niederlage im Oberliga-Derby gegen die SG Friedrichsfehn/Petersfehn, sondern vielmehr, dass seine Handballer nach dem 23:26-Zwischenstand in der letzten Spielminute noch fünf weitere Gegentore zuließen. So gab es letztlich eine deutliche 23:31-Pleite.
„Das hat uns maßlos geärgert“, sagte Janßen, dessen Team zuvor gut in die Heimpartie vor 350 Zuschauern gefunden hatte. Ab der 10. Minute (4:5) begann die SG dann aber langsam, Dominanz aufzubauen. Mit einem knappen Rückstand zur Halbzeit (11:14) verabschiedeten sich die Rivalen in die Kabinen.
Nach der Pause kämpften sich die Oldenburger heran und glichen sogar zum 17:17 aus – alles war wieder offen. „Wir haben dann aber zu viele Fehler gemacht – dadurch ist Petersfehn wieder weggezogen“, monierte Janßen.
Ein Lob hatte der Trainer aber für den Youngster aus seiner Truppe übrig: „Julius Becker war äußerst positiv, er hat eine tolle Partie gespielt.“ Das Nachwuchstalent kam auf sechs Tore, doch es half nicht, dem Spiel eine Wende zu geben. In der 51. Minute hatte sich Oldenburg noch einmal auf 21:23 herangearbeitet, doch „Fehler über Fehler“ (Janßen) in der Endphase verhinderten mehr.
„Langsam wird’s eng“, sagte der TvdH-Coach mit Blick auf die Situation im Abstiegskampf. Haarentor belegt mit 5:29 Punkten weiter den vorletzten Platz. Neun Spiele verbleiben, um zumindest noch Neuenhaus/Uelsen (10:24) und SVGO Bremen (9:25) auf die Pelle zu rücken. Die davor stehende SG Friedrichsfehn/Petersfehn hat nun schon 14:20 Punkte auf dem Konto.
TvdH: Fründt, Planck - Näthke 1, Steffens, Becker 6, Andresen 1, Wilts 2, Eckhoff 1, Hauke 3, Timme 2/2, Schulat 7, Busemann, Hoffmann.
