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Frage:
Gut die Hälfte der zweiten Saison in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga ist vorüber. Wie lautet Ihr Zwischenfazit?
Harnisch:
Ich glaube, die zweite Saison beweist nachhaltig, dass diese Liga inzwischen bei allen Beteiligten akzeptiert ist. Die Vereine sehen die NBBL als unverzichtbaren Bestandteil der Jugendförderung an.
Frage:
Sehen Sie Unterschiede im Vergleich zur ersten NBBL-Saison?
Harnisch:
Ich glaube, dass alle Clubs organisatorisch noch einmal einen Schritt nach vorne gemacht haben. Auch das sportliche Niveau erscheint mir nun noch etwas höher. Als wichtigen und richtigen Schritt erachte ich den geänderten Playoff-Modus. Dadurch, dass nur noch die vier bestplatzierten Mannschaften pro Division an der K.o.-Runde teilnehmen, ist der Wettbewerb härter.
Frage:
Wer zählt für Sie zu den Favoriten auf die NBBL-Meisterschaft?
Harnisch:
Als Favoriten auf den Titel sehe ich natürlich den aktuellen Meister Urspring. Dort wird seit Jahren hervorragende Arbeit geleistet; nicht umsonst ist die Urspringschule Partner von Alba Berlin, deren NBBL-Team ich Außenseiter-Chancen einräume. Des Weiteren habe ich den TV Langen und den TSV Tröster Breitengüßbach auf der Rechnung. Die Köln 99ers mit ihren drei BBL-Spielern haben auf jeden Fall das Potenzial, in den Playoffs eine große Rolle zu spielen. Und die Junior Baskets Oldenburg haben in dieser Saison viel investiert und sind sicher auch zu beachten.
Frage:
Welche Veränderungen können Sie sich in der NBBL noch vorstellen?
Harnisch:
Sicher ist es immer wichtig darüber nachzudenken, ob die 32 Mannschaften ideal sind oder ob es besser wäre, das Teilnehmerfeld zu beschränken. Außerdem machen wir uns im Liga-Ausschuss über die mittelfristige Einführung einer Altersgruppe U 16 unter dem Dach der NBBL Gedanken, wo wir diesen jüngeren Spielern ebenfalls eine professionelle Plattform bieten könnten.JF
Gespräch mit Henning Harnisch (Bild). Der ehemalige Basketball-Profi zieht als Mitglied des Liga-Ausschusses ein Zwischenfazit zur zweiten NBBL-Saison.