• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Sport

Champions League: Ulli Stielike tippt auf Finale Real gegen FC Bayern

23.04.2013

Almeria Auf der Internetseite, unter den grauen Silhouetten der Europapokale, ist Ulli Stielike immer noch ein Gigant. Santiago Bernabéu, Raúl, Alfredo di Stéfano – sie alle stehen auf der „Liste der Legenden“ von Real Madrid. Und auch er: „Ulli Stielike, el panzer alemán“, der deutsche Panzer. Doch vor den deutsch-spanischen Fußballkrachern in der Champions League hat Stielike mit seinen Königlichen gebrochen.

Kontakt sei „nicht vorhanden“, sagt der Europameister von 1980 und Vize-Weltmeister von 1982. Er klingt sehr verbittert: „Ich kenne da doch längst keinen mehr. Seit meinem Abschied 1985 ist nie jemand auf mich zugekommen! Nicht einmal bei den Transfers von Bodo Illgner, Mesut Özil oder Sami Khedira wurde ich gefragt. Das hat mich sehr enttäuscht.“

Stielike hat in acht Jahren 315 Pflichtspiele für Real absolviert, 51 Tore erzielt, mehr als jeder andere deutsche „Auswanderer“. Er hat drei Meistertitel und einmal den Uefa-Cup gewonnen. Deshalb ist ihm „das Verhalten des Vereins suspekt“. Und so wird er nicht im Stadion sein, wenn Madrid an diesem Mittwoch (20.45 Uhr/ZDF) bei Borussia Dortmund zum Halbfinal-Hinspiel antritt. Stielike ist weit, weit weg – und doch ganz nah dran.

„Ich fliege nach Doha und kommentiere das Spiel für den Fernsehsender Al-Dschasira“, sagt Stielike. Er mache das ab und an, „mal auf Französisch, mal auf Spanisch, auf Englisch – was gerade gebraucht wird“. Er sei dort „so auf der Bayern-Schiene“, deshalb kommentiert er das Spiel der Münchner gegen den FC Barcelona an diesem Dienstag gleich mit.

„Die stabilste Mannschaft scheinen die Bayern zu sein. Was wir in Turin gesehen haben, diese Stärke, diese Dominanz, das war überragend“, sagt der 58-Jährige: „Barcelona wäre in Vollbesetzung und Bestform der Favorit, aber so haben die Bayern die beste Ausgangsposition. Meine Tendenz lautet: Bayern im Finale gegen Real.“

Das würde bedeuten, dass die beiden Deutschen Özil und Khedira mit dem spanischen Rekordmeister den Titel gewinnen könnten, dem Ulli Stielike Zeit seiner Karriere vergeblich hinterhergejagt ist. Diese Erinnerung ist schmerzhaft: 1977 hat er das Endspiel um den Landesmeisterpokal mit Borussia Mönchengladbach verloren, 1981 mit Madrid, beide Male gegen den FC Liverpool.

Derzeit wartet Stielike in Almeria in Andalusien auf Jobangebote. „Trainer, Sportdirektor oder Manager. Ich bin absolut offen“, sagt der 42-malige Nationalspieler, der von 1998 bis 2000 ein Trainer-Gespann mit Erich Ribbeck (heute 75) bei der deutschen Nationalmannschaft bildete. Real Madrid wird sich aber wohl kaum melden.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.