UPSCHöRT - Die Zuschauer der Meisterschaften des Friesischen Klootschießerverbands haben am Wochenende tollen Boßelsport gesehen. Auf den Wurfstrecken der Frauen (in Leerhafe) und der Männer (Wiesederfehn) herrschte Hochspannung. Die Kreuzmoorer Frauen holten Bronze (die NWZ berichtete).
Alle oldenburgischen Vereine erwischten in der Männer-Konkurrenz einen Traumstart. Auf dem ersten Streckenabschnitt, wo die Wurfkraft ausschlaggebend war, waren alle Mannschaften gleichauf. Nach der Aufnahme im Hopelser Forst übernahmen Reepsholt und Pfalzdorf die Regie. Nach der Wende zog Reepsholt mit einer Serie von exzellenten Würfen davon. Besonders in Holz II wurde Boßelsport vom Feinsten abgerufen. Alle Würfe saßen perfekt. Mit 177 Wurf in vier Mannschaftsteilen bewältigten die Reepsholter diese Wurfstrecke als Sieger. Der ostfriesische Vizelandesmeister aus Pfalzdorf überquerte mit zehn Wurf Rückstand die Ziellinie.
Spohle und Grabstede liefen wurfgleich über die Ziellinie. Ganze 191 Meter sollten den Grabstedern für die Bronzemedaille reichen.
Utarp und Kreuzmoor spielten bei der Vergabe der Medaillenplätze keine Rolle. Utarp erzielte Platz fünf. Kreuzmoor musste sich mit dem sechsten Platz zufriedengeben. Während die beiden Kreuzmoorer Holzgruppen mit je 47 Würfen gut dabei waren, fielen die 2. Gummi (50) und die 1. Gummi (52) ab.
In der Frauenkonkurrenz entwickelte sich ein spannender Wettkampf. Ardorf erwischte einen hervorragenden Tag und überquerte mit vier Wurf Vorsprung als beste Mannschaft die Wendemarkierung. Auch in den Rückrunden ließ das Erfolgsteam aus Ardorf nicht nach. Es überquerte mit 42 Wurf die Ziellinie.
Der oldenburgische Vizemeister aus Schweinebrück zeigte in beiden Mannschaftsteilen konstanten Boßelsport und konnte sich mit drei Wurf Vorsprung die Silbermedaille sichern. Um Platz drei, vier und fünf musste eine Meterentscheidung fallen. Bei der Siegerehrung in der Gaststätte Bender in Upschört lüftete Boßelobmann Reiner Berends das Geheimnis: Reitland, Kreuzmoor und Dietrichsfeld waren wurfgleich über die Ziellinie gegangen. Mit 47 überworfenen Metern musste sich der ostfriesische Meister aus Dietrichsfeld mit Rang fünf zufrieden geben. Reitland sammelte 61 Meter und belegte den undankbaren vierten Platz. Reitland war in beiden Gruppen mit 47 Wurf über die Zielgeraden gegangen.
Besser machten es die Kreuzmoorerinnen: Mit 94 Wurf und 152 Metern hatten sie die Ziellinie überquert. Dies bedeutete für sie den viel umjubelten dritten Platz. Während die Holz 48 Würfe brauchte, holte die Gummi (46) den entscheidenden Vorsprung heraus.
